Hauptfaktoren im Schweizer ECM-Markt

12. Januar 2010, 05:35
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Marktvolumen 270 Millionen Franken, Tendenz steigend. Der Umgang mit der Dokumentenflut ist das Hauptproblem der Kunden.

Marktvolumen 270 Millionen Franken, Tendenz steigend. Der Umgang mit der Dokumentenflut ist das Hauptproblem der Kunden.
Gemäss einer heute von MSM Research präsentierten und von Canon und Elca gesponsorten Studie ist Enterprise Content Management (ECM) in der Schweiz zwar kein Hypethema, aber der Markt weist doch klar höhere Wachstumsraten auf, als der ICT-Gesamtmarkt. Während letzterer im vergangenen Jahr um 4 Prozent schrumpfte, stieg das Volumen des ECM-Markts um 2,5 Prozent auf 270,5 Millionen Franken. Für das nächste Jahr erwartet MSM Research ein Wachstum um 4,2 Prozent auf 281,9 Millionen Franken. Services machen davon rund zwei Drittel aus, Lösungen (Hard- und Software) etwa ein Drittel.
Für die Studie wurden unter dem Generalthema ECM Technologien und Services zusammengefasst, die von der Erfassung und Erstellung von Dokumenten über ihre Verwaltung, Verteilung und Publikation über verschiedenen Medienkanäle bis zur Archivierung reichen.
Das von den für die Studie befragten Unternehmen am Häufigsten genannte Problem beim Umgang mit unstrukturierten Informationen ist die steigende Dokumentenflut (55 prozent), gefolgt von der Verwaltung und Zusammenführung verteilter Informationen (44 Prozent), der Disziplin der Mitarbeitenden beim Ablegen von Informationen (38 Prozent), dem Aufwand bei der Bearbeitung und Weiterleitung von Informationen (33 Prozent) und dem Umgang mit vertraulichen Informationen.
Der am meisten geannnte Treiber für den Einsatz von ECM-Lösungen ist ganz klar das Streben nach einfacherem, schnellerem und verbessertem Zugriff auf relevante Informationen im Unternehmen (68 Prozent). Dahinter folgt die Verkürzung und Verbesserung von Geschäftsprozessen (46 Prozent), besserer Wissensaustausch im Unternehmen (32 Prozent) sowie die Einhaltung von Vorschriften (30 Prozent).
Interessanterweise dürfte der grösste Teil der ECM-Investitionen in nächster Zeit Erneuerungs- und Zusatzinvestitionen von Unternehmen sein, die bereits eine ECM-Lösung besitzen. Dies sind gemäss der Studie gegenwärtig 38 Prozent der Schweizer Unternehmen. Davon haben 70 Prozent eine Gesamtlösung und 30 Prozent eine Teillösung im Einsatz. Das mit Abstand am Häufigsten genannte Kriterium für die Wahl eines Anbieters sind dessen Erfahrung und Rerenzen, gefolgt von auf den Kunden abgestimmtem technischem Know-how, den Kosten und Vertragsbedingungen sowie guten Branchenkenntnissen und partnerschaftlicher Zusammenarbeit. Dass Produkte und Integration aus einer Hand kommen, spielt für knapp einen Drittel der Kunden eine grössere Rolle.
Wenig Neueinsteiger
Das Thema ECM lässt allerdings mehr als einen Drittel der Schweizer Unternehmen gegenwärtig noch völlig kalt: 37 Prozent haben keine Lösung im Einsatz, planen keine Einführung in nächster Zeit und haben sich auch bisher noch nicht über ECM informiert. 22 Prozent haben sich informiert aber (noch) nicht angebissen, 3,3 Prozent machen sich gegenwärtig schlau.
Dass die Studie von zwei so unterschiedlichen Unternehmen wie Elca und Canon unterstützt wurde, ist ein Indiz dafür, wie Unternehmen aus den verschiedensten Ecken auf dem ECM-Markt als Konkurrenten und Partner zusammentreffen. Für die Softwareschmiede Elca ist ECM seit längerem ein wichtiger Geschäftsbereich, rund 60 der etwa 500 Mitarbeitenden beschäftigen sich damit. Der Printer-, Scanner- und Kamerahersteller Canon dagegen hofft, sich mit seinen "Digital Advisory Services" neben den mittlerweile gut eingeführten Managed Print Services ein weiteres Standbein im Dienstleistunsgbereich zu verschaffen. (hjm)

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