Hausdurchsuchungen bei Intels Europabüros

12. Juli 2005, 15:46
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EU packt den groben Hammer aus.

EU packt den groben Hammer aus.
EU-Wettbewerbsfahnder haben Büros von Intel in München und Swindon (Grossbritannien) durchsucht und Intel-Mitarbeiter vernommen. Dies bestätigte Intel-Sprecher Hans-Jürgen Werner gegenüber der 'Deutschen Presse-Agentur dpa'. Zuvor hatte die 'Financial Times Deutschland' berichtet, dass Niederlassungen des Chipriesen Intel in mehreren europäischen Ländern durchsucht worden seien. Das Wirtschaftsblatt berichtete auch, unter Berufung auf einen Sprecher der EU-Kommission, dass Niederlassungen "mehrerer Hersteller und Grosshändler von Computern" durchsucht worden seien.
Die EU-Fahnder beschuldigen Intel, seine führende Marktposition für das Gewähren von Rabatten genutzt zu haben. Damit hätte das Unternehmen seinen Konkurrenten geschadet (allen voran: AMD). Gemäss 'FTD' ist Intel schon seit mehreren Jahre im Visier der europäischen Wettbewerbshüter. Falls Intel tatsächlich EU-Recht verletzt hat, wird seitens EU formal Anklage erhoben. Die Höchststrafe beträgt 10 Prozent des jährlichen Umsatzes (zuletzt 34,21 Milliarden Dollar).
Intel wurde bereits von seinem direkten Konkurrenten AMD kartellrechtlich angeklagt. Advanced Micro Devices verklagte Intel Ende Juni wegen unlauteren Wettbewerb im Zusammenhang mit Intels Quasi-Monopolstellung. Im März wurde Intel von der japanischen Wettbewerbsbehörde wegen unfairer Geschäftspraktiken verwarnt. (mim)

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