HDS Schweiz spürt den Aufschwung

11. April 2011, 15:08
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Hitachi Data Systems konnte die "Virtual Storage Plattform" (VSP), sein erst ein halbes Jahr altes neues Storage-Flaggschiff in der Schweiz bereits 50 Mal verkaufen, sagt Regional Vice President Sam Benaroche .

Hitachi Data Systems konnte die "Virtual Storage Plattform" (VSP), sein erst ein halbes Jahr altes neues Storage-Flaggschiff in der Schweiz bereits 50 Mal verkaufen, sagt Regional Vice President Sam Benaroche.
"2010 war für uns ein gutes Jahr", stellte Hubert Yoshida, Vizepräsident und Chief Technology Officer (CTO) des Storage-Anbieters Hitachi Data Systems bei einem Besuch in der Schweiz letzte Woche fest, "wir haben uns vom Rückschlag in der Krise von 2008 gut erholt." Und Sam Benaroche (Foto), Regional Vice President und Leiter von Hitachi Data Systems Schweiz, ergänzte: "In der Schweiz erlebten wir eher eine Stagnation als einen Rückschlag, doch die Erholung ist auch hierzulande deutlich festzustellen."
Aufschwung und unvermindertes Datenwachstum
"Wir profitieren einerseits von der seit Jahrzehnten unvermindert andauernden Datenexplosion", meinte Yoshida zur Begründung des guten Geschäftsergebnisses, "und anderseits kam uns 2010 zugute, dass viele unserer Kunden dank gutem eigenem Geschäftsgang wieder in zeitgemässe Speicherprodukte investieren. Hier besteht ein offenkundiger Nachholbedarf. Für uns zahlte sich dabei aus, dass wir in der Wirtschaftskrise unsere Forschungs- und Entwicklungs-Investitionen nicht zurückgefahren haben, so dass wir den Stand der Technik vorantreiben konnten und konkurrenzfähig geblieben sind."
"In der Schweiz, wo die Krise nicht zu dermassen scharfen Einbrüchen führte, wie in anderen westlichen Industrieländern, kam uns der Umstand entgegen, dass insbesondere in der Finanzwirtschaft, wo zwar ebenfalls ein enormer Kostendruck herrscht, auch hohe Qualitätsansprüche an Produkte und Service gestellt werden. So konnten wir hierzulande unsere im letzten Herbst vorgestellte, hochgradig skalierbare Virtual Storage Plattform (VSP) bereits 50 Mal verkaufen", stellte Sam Benaroche mit sichtlicher Befriedigung fest.
Neue Technologie verfügbar gemacht
"Seit Ende Februar dieses Jahres unterstützt die VSP auch VMware vStorage-APIs (Application Programming Interfaces) für die Array-Integration (VAAI)", erläuterte Hu Yoshida. "Zwar unterstützen auch andere Anbieter VAAI", fuhr er fort, "aber nur HDS kann diese Integration über die Grenzen des Speichersystems auf extern angeschlossene Speicher ausdehnen. Auf diese Weise können unsere Kunden gleichzeitig die Performance ihrer Applikationen steigern und IT-Kosten sparen, denn die 3DScaling-Architektur unserer VSP ermöglicht durch dynamisches Scale Up, Scale Out und Scale Deep unmittelbar von der VAAI zu profitieren."
"Dabei verstehen wir unter Scale Up die dynamische Erweiterung von Performance, der Verbindungen und der Kapazität innerhalb eines Systems, unter Scale Out den Ausbau über die Systemgrenzen hinaus zur Bildung logischer Einheiten mit gemeinsamen Ressourcen, während Scale Deep die herstellunabhängige Virtualisierung aller Datenarten bezeichnet", erklärte Yoshida.
Von der Katastrophe in Japan kaum betroffen
Auf die Frage, ob Hitachi durch die Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vom 11. März schwer betroffen worden sei, meinte Yoshida, dass dies für den Elektronikkonzern Hitachi kaum zutreffe, da sich die Katastrophenschäden hauptsächlich auf den Nordosten der japanischen Hauptinsel von Honshu konzentrieren. Die Produktionsanlagen von Hitachi lägen jedoch vor allem im Süden. Und die weltweit tätige Hitachi Data Systems gehöre zwar zum Konzern, befinde sich aber als amerikanische Tochterfirma im Silicon Valley, im US-Gliedstaat Kalifornien.
Das japanische Fachblatt 'IT-Times' zitierte gestern eine Pressemeldung von Hitachi in welcher der Elektronikkonzern für das Ende April abzuschliessende Geschäftsjahr eine Dividende von 3 Yen (3,23 Rappen) pro Aktie in Aussicht stellte. Ausserdem will Hitachi den von der Tsunami- und Erdbeben-Katastrophe betroffenen Gemeinden 750 Millionen Yen (8,1 Millionen Franken) Direkthilfe zukommen lassen. (Gregor Henger)

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