HDS will Celerra, FAS und Co. mit Leistung erschlagen.

11. Dezember 2006, 16:38
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Hitachi Data Systems verkauft nun "High Performance NAS" von BluArc.

Hitachi Data Systems verkauft nun "High Performance NAS" von BluArc.
Hitachi Data Systems investiert eine ungenannte Summe in das kalifornische Unternehmen BluArc und hat gleichzeitig für die nächsten fünf Jahre ein Ankommen abgeschlossen, dass es HDS erlaubt, die Speichersysteme von BluArc unter eigenem Namen zu verkaufen. Die neue "Hitachi High-Performance NAS Platform" soll ab sofort erhältlich sein und von HDS direkt und über Partner vertrieben werden,
Kunden für die neue NAS-Plattform, so Hitachi, werden sich vor allem bei Anwendern von High Performance Computing-Systemen aber auch darüber hinaus bei Anwendern, die File-basierte Speichersysteme brauchen, aber mit der Performance der bisherigen NAS-Geräte nicht mehr auskommen, finden. HDS wittert solche Kunden unter anderem im Internet-Medienbereich, bei Pharma-, Öl- und Gas-Unternehmen aber auch bei grossen Maschinen-Herstellern.
Traditionelle NAS-Systeme, so Hitachi, seien leistungsmässig eher darauf ausgelegt, Files günstig zu speichern, auf die nicht sehr oft zugegriffen wird. Mit der Ausbreitung von High Performance Computing-Systemen steige aber auch die Nachfrage, nach File-basiertem Speicher, der auch bei der Filebarbeitung hohe Leistung liefere.
Gemäss BluArc ist das Hardware-basierte Filesystem eine der Besonderheiten seiner Speichersysteme. Leistungsmässig, so HDS, sollen sie bis zu sechs mal mehr Input-Output-Performance, vier Mal mehr maximale Speicherkapazität (512 TB) und ein maximal sechzehnmal grösseres Filesystem (256 TB) bieten, als die unmittelbare Konkurrenz – HDS nennt spezifisch EMCs Celerra/NSX- sowie NetApps FAS und V-Series-Geräte.
Dazu kommt die File-basierte Virtualisierung. Diese soll unter anderem ein automatisches Wachstum der File-Systeme, hierarchisches Storage Management und transparente Datenmigration erlauben. Ausserdem soll es so möglich sein, Anwendern sowohl unter CIFS als auch unter NFS einen gemeinsamen, einheitlichen "Name Space" zu Verfügung zu stellen.
Die neuen Systeme werden voll mit Hitachis "HiCommand"-Management-Suite als auch mit seinen Sicherungs- und Replikationslösungen wie "TrueCopy" kompatibel sein.
Neue Produkte, neue Käufer und trotzdem High-end
BluArc erhält durch die Zusammenarbeit mit HDS deutlich mehr Verkaufspower und einen renommierten Namen. Aber auch für HDS könnte die Zusammenarbeit mit BluArc einigen Sinn machen. In den letzten Jahren hatte HDS, beziehungsweise Hitachi, versucht, sich vom vor allem in der Finanzindustrie starken, reinen Hersteller von SAN-Speichersystemen zu einem allgemeinen Anbieter von Netzwerkspeicher zu entwickeln.
Die neue NAS-Plattform ergänzt andere neuere HDS-Produkte wie Archivierungssysteme, virtuelle Tape-Libraries und andere NAS-Produkte. Im Gegensatz zu bisherigen Versuchen vor allem im NAS-Bereich, auch in tiefere Kundensegmente vorzustossen – ein Versuch, mit dem sich HDS bisher eher schwer tat – kann HDS mit dem High Performance NAS, im Einklang mit seinem gewohnten High-end-Image, aber versuchen, das Feld sozusagen von Oben aufzurollen. Ausserdem hat HDS auch neue Argumente, um möglicherweise in den genannten vertikalen Industrien wie Medien, Pharma, Öl usw. stärker als bisher zu reüssieren. (Hans Jörg Maron)
(Bild: Ein "Titan"-NAS-System von BlueArc.)

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