Here wird zur Vernetzungsplattform

26. September 2016, 13:01
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Anfang 2017 soll der Kartendienst Here zunächst für einige hunderttausend Fahrzeuge von Audi, BMW und Daimler zur Informationsplattform über den Verkehrsfluss werden.

Anfang 2017 soll der Kartendienst Here zunächst für einige hunderttausend Fahrzeuge von Audi, BMW und Daimler zur Informationsplattform über den Verkehrsfluss werden. Für den Austausch werden Daten unter anderem von Regen- und Beschleunigungssensoren genutzt oder von Kameras in den Autos, die Strassenschilder etwa für Geschwindigkeitsbegrenzungen erfassen, heisst es in einer Mitteilung. So sollen Fahrer nahezu in Echtzeit über Staus, Bau- und Unfallstellen oder Glatteis informiert werden oder auch Empfehlungen zu Parkmöglichkeiten abrufen können.
Here, im letzten Jahr von den Autobauern Audi, BMW und Daimler für 2,8 Milliarden Euro übernommen, will mit der Vernetzungsmöglichkeit in Europa starten, sie aber schnell auch auf die USA ausweiten. Zudem soll sie auch anderen Herstellern und Anbietern zugänglich sein und schnell in mehr als einer Millionen PWs zur Anwendung kommen.
Bei der anonymisiert laufenden Datenauswertung stammen die Informationen aus den Cloud-Services der beteiligten Unternehmen. Kompatibilitätsprobleme seien wegen der grossen Ähnlichkeiten der Daten nicht zu erwarten und angeblich sollen schon Daten von rund zehn Prozent der Fahrzeuge das Verkehrsgeschehen in einer Region recht gut abbilden können, wie Experten der Nachrichtenagentur 'dpa' sagten.
Dagegen sei noch unklar, wie mit den Daten von direkten Konkurrenten bei den Kartendiensten wie Apple (Carplay) oder Google (Android-Auto) umgegangen wird. Denn laut 'dpa' hat Here erklärt, dass die Daten des neuen Angebots auch in verschiedene Smartphone-Apps integriert werden könnten. Nicht zuletzt weil Smartphones inzwischen ein Verkaufsargument beim Autokauf geworden sind, stellt sich laut dem Bericht die Frage, ob zwei Ökosysteme nebeneinander im Auto überleben. Entschieden sei diese Frage noch nicht. (vri)

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