Hewlett-Packard (Enterprise) streicht weitere 30'000 Stellen

16. September 2015, 07:04
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Auch Hewlett-Packard Enterprise Schweiz wird betroffen sein. Von der ehemaligen EDS bleibt nichts mehr übrig.

Auch Hewlett-Packard Enterprise Schweiz wird betroffen sein. Von der ehemaligen EDS bleibt nichts mehr übrig.
Der Computer-Riese Hewlett-Packard wird im Zuge seiner Aufspaltung bis zu 30'000 Arbeitsplätze streichen. Damit sollen jährlich rund 2,7 Milliarden Dollar eingespart werden, wie der US-Konzern gestern an einem Meeting mit Finanzanalysten mitteilte. Die 25'000 bis 30'000 Jobs werden im Geschäft mit Unternehmenskunden, also bei Hewlett-Packard Enterprise, wegfallen. Hier wird es vor allem Mitarbeitende im Service-Business treffen. HP hat 2008 das Service-Geschäft mit der Übernahme des IT-Dienstleisters EDS für 13,9 Milliarden Dollar massiv ausgebaut. Seitdem folgt eine Entlassungs- und Frühpensionierungswelle der anderen.
Auch Hewlett-Packard Enterprise Schweiz wird vom Stellenabbau betroffen sein. Konkrete Angaben dazu wird man wohl in zwei bis drei Monaten machen können. Zum Vergleich: Mit der letzten Restrukturierungsrunde baute HP 29'000 Stellen ab, 7000 davon in Europa. In der Schweiz wurden in einer ersten Runde 232 Stellen gestrichen, letztes Jahr wurden dann weitere 161 Stellen wegrestrukturiert.
Geringerer Stellenabbau bei HP Inc.
Auch der bald abgespaltene PC- und Druckerhersteller HP Inc. muss Federn lassen. HP Inc., in der Schweiz HP Schweiz GmbH, wird in den nächsten drei Jahren weltweit 3300 Stellen abbauen. Ob die Schweizer Niederlassung davon betroffen sein wird, ist unklar. Anders als HP Enterprise ist der PC-Arm von HP in der Schweiz als Verkaufsniederlassung aufgebaut und wesentlich kleiner. Der Stellenabbau HP Inc. soll über die nächsten drei Jahre abgewickelt werden und rund 300 Millionen Dollar kosten.
Von EDS bleibt (fast?) nichts mehr übrig
Fertig restrukturiert?
Die neue Sanierungsrunde wird Hewlett-Packard Enterprise ungefähr 2,7 Milliarden Dollar kosten. Wie HP-Chefin Meg Whitman gestern an der Analysten-Konferenz sagte, soll sie weitere Restrukturierungen unnötig machen. "final actions will eliminate the need for any future corporate restructuring", sagte sie gemäss einem Bericht im 'Wall Street Journal' (kostenpflichtig). (sda / kjo / hc)

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