Heyde unbeschädigt vom Konkurs des Mutterhauses

5. Oktober 2010, 11:26
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Das österreichische Software-Haus Data Systems hat doch noch einen Investor gefunden und bleibt Aktionär bei der Schweizer Tochter Heyde.

Das österreichische Software-Haus Data Systems hat doch noch einen Investor gefunden und bleibt Aktionär bei der Schweizer Tochter Heyde.
Der Konkurs der österreichischen Data Systems beeinträchtigt die Geschäftstätigkeit der 18-köpfigen Zürcher Tochterfirma Heyde Schweiz AG nicht, wie Verwaltungsratspräsident Pascal Urban gegenüber inside-channels.ch sagt. Bereits im Juli hatte die österreichische Data Systems Konkurs beantragt und die Zahlungsunfähigkeit mit der schlechten Wirtschaftslage und damit verbundenen Auftragsrückgängen begründet. Damals waren auch die Verhandlungen mit einem Investor oder Käufer gescheitert.
Jetzt ist laut Data Systems in Wien mit Recap ein auf den deutschsprachigen Wirtschaftsraum konzentrierter Geldgeber gefunden worden, der es erlaubt, künftig eine allerdings stark fokussierte Data System weiter zu führen. Laut Urban seien in einer, wie er sagt, "Insolvenz-Sanierung", die bisherigen 16 historisch gewachsenen Standbeine, so etwa auch Software für Gemeinden und öffentliche Verwaltungen, konsequent auf die drei Bereiche Dienstleistung, Handel und Industrie zurechtgestutzt worden.
Nicht betroffen von dieser Restrukturierung sei aber die Zürcher Tochter Heyde, obwohl Data System als Aktionär mit eigenem Verwaltungsrat an Heyde beteiligt ist. Genauer mochte Urban die Besitzverhältnisse gegenüber inside-channels.ch nicht offenlegen, stellt aber klar, dass die Zürcher Dependance nicht verkauft werde. Vielmehr sei mit der jetzt erreichten Lösung die Situation insofern geklärt, dass der "neue Besitzer über die bisherige Bereinigung hinaus keine weiteren Teilbereiche von Data System abstossen" werde, wie Urban ausführt.
Heyde verkauft als Exklusiv-Partner in der Schweiz die ERP-Software Jet-Orbit von Data System, macht mit dieser, wie Urban meint, "topmodernen Lösung" aber nicht mehr als 20 Prozent des Umsatzes. Ansonsten arbeitet Heyde hauptsächlich als IT-Dienstleister im Bereich ERP (Sage 200) und Business Intelligence (QlikView). (Volker Richtert)

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