Hiag Data sorgt für tiefrote Zahlen bei der Immobiliengesellschaft

16. März 2020, 12:12
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Die Immobiliengesellschaft Hiag blickt auf ein verlustreiches Jahr zurück. Schuld ist unter anderem das Scheitern der IT-Tochter Hiag Data.

Nach einem Gewinn von gut 60 Millionen Franken im Jahr 2018 verbuchte Hiag im Jahr 2019 einen Verlust von 70,7 Millionen Franken. Das vergangene Jahr habe das Unternehmen vor grosse Herausforderungen gestellt, heisst es in einer Mitteilung, und man habe herbe Rückschläge verkraften müssen. Dazu gehören der Ausstieg aus dem Projekt zur Entwicklung einer eigenen Multicloud-Plattform sowie die Restrukturierung der IT-Tochter Hiag Data. 
Die abgebrochene Entwicklung der Multicloud-Plattform habe das Ergebnis mit rund 70 Millionen Franken belastet. Sämtliche Aktiven im Zusammenhang mit diesem Projekt seien per 31. Dezember 2019 zu 100% wertberichtigt worden, und Hiag geht davon aus, dass im Rahmen der Verwertung der bestehenden Aktiven ausserordentliche Erträge erzielt werden können.

Hiag erwartet Umsatz durch Kooperation mit Beelastic und Tarchini

Ende Jahr ist Hiag eine Partnerschaft mit Beelastic und der Tarchini Gruppe eingegangen. Beelastic werde die Netzwerkinfrastruktur, -Verpflichtungen und -Kunden von Hiag Data rückwirkend per 1. Januar 2020 übernehmen, so Hiag-CFO Laurent Spindler. 
Ab dem 2. Quartal 2020 werde Beelastic die Infrastruktur von Hiag Data, insbesondere Server und Lizenzen, sowie die die Infrastruktur der Tarchini Gruppe, hauptsächlich ein RZ im Tessin, verwenden, sagt Spindler. Hiag erwartet hier künftigen Umsatz. Sobald Beelastic Umsatz mit dieser Infrastruktur erwirtschafte, werde Hiag einen vertraglich definierten Ertrag erhalten.

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