Hiesige Distis verkaufen wieder etwas mehr PCs

5. Oktober 2018, 11:39
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In den ersten beiden Monaten des dritten Quartals haben die grössten Distis Westeuropas wieder mehr PCs verkauft.

In den ersten beiden Monaten des dritten Quartals haben die grössten Distis Westeuropas wieder mehr PCs verkauft. In der Schweiz wurden im Vergleich zum Vorjahresquartal zwei Prozent mehr PCs abgesetzt, das haben Analysen des Marktforschers Context ergeben.
Abgesehen von den rückläufigen Märkten in Frankreich und Polen, ist es aber in den meisten anderen der insgesamt elf untersuchten Ländern besser gelaufen als hierzulande. So verzeichneten die Distis im Durchschnitt bei den Stückzahlen ein Plus von drei Prozent: Deutschland legte beispielsweise um 2,4 Prozent zu, Österreich um 3,9 Prozent und Grossbritannien sowie Spanien sogar um 7,2 respektive 7,7 Prozent.
Gestiegen sind auch die Umsätze, die im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent gewachsen sind. Das wird mit einer Kombination des Volumenwachstums und gestiegenem durchschnittlichem Verkaufspreis begründet. Zuletzt hätten die Distis den Durchschnitts-PC für 573 Euro verkauft, der damit zwei Prozent teurer als im Vorjahr gewesen sei. Context stellt übrigens fest, dass die Preise zuletzt zwar gestiegen wären, sich zu Anfang des dritten Quartals aber eingependelt und den Trend somit gebremst hätten.
Als Treiber der Entwicklung zu höheren Stückzahlen und Umsätzen sehen die Analysten wie schon im zweiten Quartal 2018 das kommerzielle Segment. Dort seien nämlich die Umsätze um sieben Prozent gestiegen. Die Nachfrage komme weiterhin von Geschäftskunden, die auf Windows 10 umsteigen, aber auch von der zunehmenden Verlagerung auf mobile Geräte und dem allgemeinen Bedarf an Produktaktualisierungen im kommerziellen Segment.
Im Consumer-Geschäft habe der Schulanfang in diesem Quartal dazu beigetragen, das der im Vorjahr noch um zehn Prozent geschrumpfte Absatz etwas aufgefangen werden konnte und diesmal nur um ein Prozent zurückging.
Context streicht zudem einmal mehr heraus, dass das Umsatzwachstum etwa bei den ultradünnen Note- und Chromebooks wie im dritten Quartal 2017 nicht ausgereicht hätte, um die schwächere Nachfrage nach Mainstream-PCs zu kompensieren. (vri)

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