Hilfe, meine Unterhose blinkt!

12. Oktober 2012, 12:09
  • technologien
  • apple
  • geschäftszahlen
image

Der Markt für am Körper tragbare Technologien wächst rasant.

Der Markt für am Körper tragbare Technologien wächst rasant.
Kleidsame oder "tragbare" Technologien stehen erst noch am Anfang, nun soll sich das jedoch ändern. Bis 2016 erwarten die Marktforscher von IMS, die neuerdings wie iSuppli ebenfalls Teil von IHS sind, einen Wachstum der Branche von mindestens 500 Prozent. Als Beispiele für "wearable" oder am Körper tragbare Technologien nennen die Marktforscher sogenannte AR-Brillen für die erweiterte Realitätswahrnehmung (Augmented Reality), Cocktailkleider, die blinken, wenn das Handy bimmelt, und Sport-BHs und -Gurte, die die Herzfrequenz und andere Biodaten messen.
Noch 2011 wurden von entsprechenden Geräten schätzungsweise weltweit nur 14 Millionen Stück verkauft, 2016 sollen es rund 92,5 Millionen sein. Die grössten Umsatzträger heute sind die Segmente Gesundheitswesen, Fitness und Wellness, am umsatzträchtigsten sind jeweils Geräte zum kontinuierlichen Messen des Blutzuckerspiegels, die sich bei Patienten mit Diabetes bewährt haben. Bekannt sind beispielsweise die Unternehmen Polar, Dayton und Motorola, die mit einer ganzen Palette von Sportuhren aufwarten, die heute meist über Bluetooth 4.0 mit Messbändern um die Brust verbunden sind, um Biodaten aufzunehmen.
Apple als Zugmaschine?
Von Bluetooth Smart, der Bezeichnung für die vierte Generation der Übertragungstechnik Bluetooth, ist in der IMS/IHS-Studie seltsamerweise keine Rede. Dabei könnte der von Apple für die neueren MacBooks und iPhones angewendete Bluetooth-Standard wegen des geringen Stromverbrauchs bahnbrechend für am Körper tragbare Technologien sein. Trotz Apple als Zugmaschine hat sich Bluetooth 4.0 bisher nicht in dem gewünschten Masse durchsetzen können, was vielleicht auch daran liegt, dass der neue Standard sich kaum zum Streamen oder Übertragen hoher Datenmengen eignet. Einer jüngsten Meldung von 'Digitimes' zufolge soll Bluetooth 4.0 aber mit Unterstützung anderer Smartphone-Markt-Player wie RIM (BlackBerry), Microsoft und Google 2013 endlich den Durchbruch und einen regelrechten Boom erfahren.
Im ungünstigsten Szenario rechnet IHS damit, dass der Markt für kleidsame Technologien in erster Linie von den Segmenten Gesundheit und Fitness weiter getragen wird. Im Midrange-Forecast gehen die Analysten davon aus, dass Infotainment Fitness und Wellness als zweitwichtigstes Segment ablösen wird, getragen vor allem durch sogenannte smarte Uhren. In der optimistischsten Prognose soll Infotainment mit einem Marktanteil von 38 Prozent bis 2016 am Segment Gesundheit und Medizintechnik klar vorbeiziehen. Die USA sollen bis 2016 grösster Markt bleiben, Europa wegen der grossen Nachfrage im Bereich Gesundheit und Medizintechnik stark aufholen. (kh)

Loading

Mehr zum Thema

image

AMD schlägt sich durch, Intel-CEO muss einbüssen

Trotz der schwierigen Wirtschaftslage kann sich AMD gut behaupten. Beim Konkurrenten sieht es anders aus: Intel spart bei den Löhnen – auch CEO Pat Gelsinger muss einstecken.

publiziert am 1.2.2023
image

Zurich wechselt in die AWS-Cloud

Bis 2025 sollen bei der Versicherung rund 1000 Anwendungen auf AWS migriert werden. Damit will Zurich 30 Millionen Dollar im Jahr sparen können.

publiziert am 31.1.2023
image

Wie viel die UBS in Technologie investiert

Die Digitalisierung wird für Banken immer wichtiger. Die UBS hat deshalb 2022 mehr als die Hälfte ihres Reingewinns in Technik gesteckt.

publiziert am 31.1.2023
image

Samsung leidet unter den Umständen

Die hohe Inflation und getrübte Konsumlaune machen sich auch bei Samsung bemerkbar. Der Konzern ist für 2023 vorsichtig optimistisch.

publiziert am 31.1.2023