Hilti rollt weltweit SAP-Cloud-Version aus

13. November 2012, 15:02
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Der weltweit in über 120 Ländern tätige Baugerätehersteller Hilti rüstet kleinere Niederlassungen systematisch mit SAPs Business ByDesign aus.

Der weltweit in über 120 Ländern tätige Baugerätehersteller Hilti rüstet kleinere Niederlassungen systematisch mit SAPs Business ByDesign aus. Business ByDesgin ist die SaaS-Version der Geschäftslösung des deutschen Softwareriesen. Sie wird zentral in einer Computer-Cloud betrieben und inklusive Datenhaltung übers Internet "als Service" geliefert.
Hilti betreibt die "grossen" SAP ERP-Lösungspakete für ungefähr 50 grössere Niederlassungen. In den weiteren etwa 70 Ländern wäre die Einführung von SAP zu aufwändig gewesen und hätte zu lange gedauert. Schritt für Schritt sollen diese Niederlassungen nun mit SAP Business ByDesign ausgerüstet werden. Dies sagte heute Martin Nemetz, der bei Hilti für das Projekt verantwortlich ist, an einem Roundtable an der SAP-Kundenkonferenz Sapphire in Madrid. Noch im November will Nemetz Business ByDesign in drei Länderniederlassungen einführen und im Dezember soll die Software den Hilti-Mitarbeitenden in drei weiteren Ländern zu Verfügung gestellt werden. 2013 soll die Online-Lösung in weiteren 15 bis 18 Ländern ausgerollt werden, so Nemetz zu inside-it.ch.
Salesforce-Integration zu komplex, Tempo ist wichtig
Hilti wird nicht alle möglichen Funktionen von Business ByDesign den Mitarbeitenden zur Verfügung stellen, denn einige Prozesse werden im Konzern zentral abgewickelt. Entscheidend sind die CRM-Funktionalitäten. Denn Hilti hat eine riesige, lokale Verkaufsmannschaft: Ungefähr 11'000 Leute besuchen ihre Kunden auf den Baustellen. Sie werden nun mit mobilen Geräten ausgerüstet, auf denen sie die Kundenhistorie, Produkteinformationen und Kontaktdaten abrufen können. Ebenso wichtig ist, so Nemetz, dass die Verkaufsmannschaft Kundenfeedbacks und Bestellungen sofort und ohne Umweg über Papier erfassen kann.
Natürlich wäre eine Lösung wie Salesforce eine Alternative gewesen, so Nemetz. Man habe die Software der US-SaaS-Pioniere durchaus angeschaut. Gegen Salesforce habe aber gesprochen, dass die Integration in die bestehende SAP-Umgebung viel zu aufwändig geworden wäre. Nemetz am Roundtable: "Wir brauchten für die Einführung von SAP ECC (ERP Central Component) in 50 Ländern ungefähr 10 Jahre. Business ByDesign müssen wir nun aber schnell, lieber morgen als übermorgen, einführen. (Christoph Hugenschmidt, Madrid)
Interessenbindung: Der Schreibende besucht die Sapphire in Madrid auf Einladung (Flug und Unterkunft) von SAP.

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