Hitachi lässt neues Storage-Flaggschiff vom Stapel

27. September 2010, 15:59
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    Mehr Leistung, automatisches Tiering auf Page-Ebene und skalieren "in drei Dimensionen".

    Mehr Leistung, automatisches Tiering auf Page-Ebene und skalieren "in drei Dimensionen".
    Hitachi Data Systems hat heute sein neustes High-end-Storage-Flaggschiff präsentiert, die "Hitachi Virtual Storage Platform" (VSP), welche auf die vor zweieinhalb Jahren lancierte "Universal Storage Platform V" (USP V) folgt. Die VSP bietet natürlich, wie es sich für eine neue Produktgeneration gehört, mehr Maximalleistung als der Vorgänger, sowohl bezüglich Kapazität als auch Datendurchsatz, vor allem aber soll sie die im heutigen Umfeld von Multicore-Prozessoren und virtualisierten Servern verlangte weiter erhöhte Flexibilität bieten.
    Die VSP, so der Marketingslogan von Hitachi, könne (zusammen mit der ebenfalls neu lancierten Management-Software "Hitachi Command Suite Version 7") "in drei Dimensionen" skalieren, "Up", Out" und "Deep". Mit Scale Up ist die klassische Möglichkeit zum Hinzufügen von mehr Leistung, Kapazität oder Konnektivität (auch im laufenden Betrieb) gemeint. Scale Out steht für den Einbezug von weiteren Servern im Laufe der Zeit. Das Speichersystem kann laut HDS durch das Kombinieren mehrerer Einheiten in ein einziges logisches System erweitert werden. Dies soll das dynamische Bereitstellen von Speicher für mehrere Host-Server aus einem gemeinsamen Speicher-Pool ermöglichen. Die "dritte Dimension" Scale Deep steht zu guter Letzt für die Fähigkeit der Plattform, auch Speichersysteme anderer Hersteller zu "übernehmen" und sie mit vielen der gleichen Fähigkeiten wie die VSP selbst auszustatten.
    Tiering
    Dazu gehört beispielsweise das dynamische Tiering auf "Page-Ebene", eine Entsprechung zur "FAST"-Technologie von EMC, dem Hauptkonkurrenten von HDS im High-end-Storage. Im VSP können Flash-basierte Solid-State-Disks sowie traditionelle 2,5 oder 3,5-Zoll Fibre-Channel, SATA- und neu auch SAS-Harddisks eingesetzt und gemischt werden und bilden so Speicher-Stufen – Tiers – mit jeweils unterschiedlichen Preis-Leistungsverhältnissen. Durch die neue HDS-Technologie können nicht nur ganze Volumes sondern auch Teile davon über verschiedene Tiers verteilt werden. (Eine "Page" entspricht ungefähr 42 Megabyte.)
    Claus Mikkelsen, Cheftechnologe von HDS, erläutert dies so: "Dies erlaubt es uns nun, ein einzelnes LUN (logical unit number) über mehrere Speichertiers zu verteilen. Bis anhin hat man beispielsweise eine 50 Terabyte grosse Oracle-Datenbank, von der 95 Prozent schon seit Monaten nicht mehr abgerufen wurde, aber die trotzdem komplett auf dem höchsten Storage-Tier liegt. Nun können diese inaktiven Teile automatisch in die unteren Level des Speichersystems 'sinken'. LUNs haben damit absolute keinen wirklichen physischen Aspekt mehr."
    HP, im Gegensatz zu Sun/Oracle weiterhin OEM-Partner von Hitachi, wird die neuen High-end-Maschinen unter dem Markennamen "StorageWorks P9500" verkaufen. (Hans Jörg Maron)

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