Hitachi sucht Partner statt Käufer für sein Harddiskgeschäft

15. Januar 2008, 04:31
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Für die Verlustsparte Hitachi Hard Drive Group besteht bei dem japanischen Mischkonzern akuter Handlungsbedarf. Statt einem Privat Equity Buyout, scheint das Unternehmen nun eine Partnerschaft mit Toshiba und Fujitsu anzustreben.

Für die Verlustsparte Hitachi Hard Drive Group besteht bei dem japanischen Mischkonzern akuter Handlungsbedarf. Statt einem Privat Equity Buyout, scheint das Unternehmen nun eine Partnerschaft mit Toshiba und Fujitsu anzustreben.
Im hart umkämpften Festplattenmarkt haben derzeit Seagate und Western Digital die Nase vorn. Hitachi, das seine Hard Drive Groupe 2002 von IBM übernommen hat, schreibt aktuell Verluste und auch für die möglichen Partner Toshiba und Fujitsu, von denen 'cnet’ berichtet, läuft es nicht wie geplant. Gemäss dem Vorschlag von Hitachi könnten in einem gemeinsamen Unternehmen, das zu je einem Drittel den beteiligten Firmen gehören würde, die Festplattensparten von Hitachi und Toshiba so wie der Bereich Storage Systems Technology, der sich aber auch mit 2,5“ und 3,5“ Festplattenlösungen beschäftigt, von Fujitsu zusammengefasst werden.
Die Synergieeffekte wären offenkundig. Gemeinsame statt dreifache Forschung und Entwicklung, Pflege von nur noch einem dann deutlich stärkeren Brand und vereinfachte globale Logistik bei vergrösserter Kundenbasis.
Die Alternative bei Hitachi, ein Verkauf der Sparte an das Equity-Unternehmen Silver Lake, dass schon Seagat wieder in die schwarzen Zahlen führte, scheint dagegen immer unwahrscheinlicher. Zum einen gibt es bei Silver Lake noch immer gute Beziehungen zu Seagate, zum anderen würde Hitachi sich wohl nicht von einer Aktienmehrheit trennen wollen.
Wie immer es nun weitergeht, am 01. Aprill beginnt in Japan traditionell das neue Geschäftsjahr und bis dahin dürfte in die eine oder andere Richtung eine Entscheidung fallen. Antworten von Toshiba und Fujitsu zu dem Angebot stehen derzeit aber noch aus. (Thomas Mironiuk)

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