Höhere SAP-Investitionen in der Schweiz

26. Februar 2013, 13:33
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Gemäss der neusten Investitionsumfrage der DSAG steigen die Ausgaben für SAP in der Schweiz. Enterprise-Support weiterhin in der Kritik.

Gemäss der neusten Investitionsumfrage der DSAG steigen die Ausgaben für SAP in der Schweiz. Enterprise-Support weiterhin in der Kritik.
Bereits zum zehnten Mal hat die deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Investitionsumfrage durchgeführt. Das heute anlässlich der Technologietage in Mannheim vorgestellte Ergebnis zeigt, dass im SAP-Bereich Mobility nach wie vor das wichtigste Thema bleibt, wenn es um Innovation geht. 62 Prozent der 367 Befragten wollen in den Mobile-Bereich investieren. Ebenfalls in der Innovations-Agenda stehen Cloud und In-Memory. Was tagesaktuelle Ausgaben betrifft, wird vor allem in Logistik, Rechnungswesen und ERP investiert, und zwar vorwiegend in Beratung, weniger in Lizenzen. An der Umfrage haben 37 Führungspersonen aus ebenso vielen Schweizer Firmen teilgenommen.
Marco Lenck (Foto), Vorstandsvorsitzender der DSAG, erklärte an einer Medienkonferenz, dass die generelle Investitionsbereitschaft in IT im DACH-Raum weiter gestiegen sei - nicht aber in der Schweiz. Hierzulande seien die IT-Ausgaben um durchschnittlich 0,5 Prozent gesunken. Allerdings: Die Investitionen in SAP hätten sich für Schweizer SAP-Kunden erhöht, und zwar um 13,8 Prozent. "Schweizer Unternehmen investieren überproportional viel in SAP", so Lenck. Letztes Jahr waren die SAP-Ausgaben in der Schweiz nur um 3,6 Prozent gewachsen, jedoch wuchsen damals die allgemeinen IT-Ausgaben hierzulande um 6 Prozent.
Hohe Wartungspreise kaum ein DSAG-Thema
In der Schweiz geben derzeit wieder die höheren Wartungspreise für SAP zu reden. So fordert die Interessengemeinschaft SAP CH nach der Erhöhung der Preise für den Standard-Support unter anderem 20 Prozent Währungsrabatte auf Wartungskosten.
In diesem Zusammenhang ist der Fakt bemerkenswert, dass gemäss der Umfrage hierzulande offenbar aktuell eine knappe Mehrheit der befragten Firmen den günstigeren Standard-Support im Einsatz hat. Letztes Jahr hatte eine Mehrheit bereits auf Enterprise-Support umgestellt. Das teurere Support-Modell steht also nach wie vor - oder wieder - in der Kritik. Rund 77 Prozent der Befragten im DACH-Raum sehen nur einen geringen bis keinen Mehrwert in diesem Support-Modell.
Für die DSAG ist die Diskussion um die Schweizer Wartungspreise jedoch kein zentrales Thema. Der bei der DSAG für die Schweiz zuständige Christian Zumbach sagte an der Pressekonferenz, die "Aktion" der IG SAP CH sei nicht mit der DSAG abgestimmt. "Die DSAG kümmert sich auf ihre Art und Weise um Lizenzpolitik. Wir lassen die IG ihre Arbeit tun und halten uns da raus", so Zumbach. (Maurizio Minetti)

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