Hoffnungsträger Ultrabooks auf der CeBIT 2012

6. März 2012, 13:39
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Ein Überblick über Ultrabook-Trends.

Ein Überblick über Ultrabook-Trends.
Cloud Computing und IT-Security sind zwar zentrale Themen der heute offiziell eröffneten CeBIT 2012, aber weit greifbarer und publikumswirksamer sind neben Tablets die Ultrabooks, Hoffnungsträger der Wintel-Notebookhersteller im Kampf gegen Apple und eine schwindende Nachfrage. Da die bisher erschienenen Ultrabooks für breite Akzeptanz am Markt noch zu teuer sind, hat Acer-Präsident Jim Wong nun in einem Interview mit 'Welt Online' zum Auftakt der Messe in Hannover mit einer wichtigen Botschaft aufgewartet: Bei dem erwarteten Preisverfall gehe er davon aus, dass sich die Einstiegspreise im laufenden Jahr auf 500 Dollar zubewegen würden.
Das günstigste Aspire S3, mit dem Acer im Oktober das Wettrennen um den Ultrabook-Markt eröffnet hat, sollte mit Hybrid-Festplatte statt SSD zunächst 799 Euro kosten, wird bei Media Markt aber auch schon für 699 Euro angeboten. Die Preise für die meisten Modelle mit stromsparendem Solid State Drives (SSD) liegen weiterhin bei deutlich über 1'000 Euro. Toshiba bot zwar im US-Vorweihnachtsgeschäft ein solches Gerät für rund 700 Dollar an, aber offenbar handelte es sich dabei nur um ein Aktionsangebot.
Mit der für das zweite Quartal 2012 erwarteten neuen Intel-Plattform "Ivy Bridge" sollen die Gerätepreise nun tatsächlich sinken. Bei Kosten von teils über 200 Dollar allein für die CPU war anfangs die Intel-Vorgabe von unter 1000 Dollar für die PC-Hersteller kaum machbar. Beim Einsatz von SSDs, die je nach Kapazität ebenfalls noch einmal mit mehr als 200 Dollar zu Buche schlagen, erst recht nicht. Mit SSD kostet das Aspire S3 deshalb auch über 1'000 Euro. Auch das erst für Mai erwartete Aspire S5 (Foto), das mit einer Bauhöhe von 15 mm dann das flachste Ultrabook der Welt sein soll, wird preislich laut Acer Deutschland eher am oberen Ende der Messlatte angesiedelt sein. Da den meisten Europäern schon wegen der kleinen Display-Grösse das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht schmeckt, holt der Hersteller aus Taiwan aber noch einen Trumpf aus dem Ärmel. Er will die 2009 als Antwort auf Apples MacBook Air gestartete "Timeline"-Serie komplett mit Ultrabook-Merkmalen wie "Instant on" oder "Instant Connect" ausstatten. Anfang Januar erstmals auf der CES in Las Vegas präsentiert, soll das Timeline Ultra M3 mit 15,6-Zoll-Display und Intels Core-i7-Prozessor auch Business-User ansprechen.
Bis Ende 2011 fanden sich Acer, Asus, Toshiba und Lenovo so ziemlich allein auf dem anrollenden Ultrabook-Zug, doch mittlerweile hat sich die Zahl der Anbieter vergrössert. So wie HP haben viele Mitbewerber diesbezügliche Ankündigungen bis zur CES in Las Vegas Anfang dieses Jahres oder sogar bis zur jetzigen CeBIT aufgespart. Samsung hat mit der Serie S5 Ultra auf der CES Debut gefeiert. Die auf der CeBIT gezeigte Serie 9 hat dagegen zwar wie Acers Timeline Ultra M3 "Ultrabook-Qualitäten", wird aber von dem koreanischen Riesen explizit nicht als Ultrabook bezeichnet, da die Geräte laut Samsung viel mehr bieten sollen, als die Konkurrenzprodukte.
Gigabyte kennen zwar viele nur als Motherboard-Marke, produziert aber als OEM/ODM-Auftragsfertiger seit vielen Jahren auch Notebooks und andere Systeme. Das 13,3-Zoll-Ultrabook U2442V mit dedizierter Nvidia-Grafik GeForce GT 640M st einer der ersten Vertreter mit Intels neuem i5-3320M-Prozessor, der schon auf der "Ivy Bride"-Architektur basiert, was auch ein Zeichen ist, wie eng die Kontakte von Intel zu Taiwans Motherboard-Industrie sind. Mit 4 GB RAM, Hybrid-Festplatte, USB 3.0 und HDMI ist das U244V allerdings auch kein Schnäppchen, denn der Stückpreis soll bei rund 1'000 Dollar liegen.
Toshiba hat auf der CeBIT das Portégé Z830 mit Core-i5-2467M der zweiten Generation im Gepäck, der sich mit der Turbo-Boost-Technologie von Intel von 1,60 GHz auf 2,30 GHz hochtakten lässt. Das Gerät kommt mit einer Bauhöhe von 15,9 mm und wiegt nur gerade mal 1,12 kg. Dell will in wenigen Wochen schon mit dem von 'Notebookinfo.de‘ als "Schönling“ bezeichneten XPS 13 in das Ultrabook-Rennen eintreten.
Sehr viel Aufsehen erregt das Lenovo Yoga, ein Gerät, das mit dem um fast 360 Grad drehbaren und klappbaren Display Tablet-PC und Notebook beziehungsweise Ultrabook in sich vereint. Zusammengeklappt misst das Yoga nur 1,7 mm.
Die US-Marktforscher von Gartner erwarten, dass solche ultraflachen Notebooks mit Tablet-Funktion in den nächsten fünf bis zehn Jahren zum sogenannten „Mainstream“ werden, nachdem sich die Aufmerksamkeit der Kunden von klassischen PC-Produkten immer mehr zu Tablets, Smartphones und E-Book-Reader verlagere. (kh)

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