Hoher Lohn für SAP-Chef trotz Kritik der Aktionäre

17. Mai 2018 um 15:30
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An der Hauptversammlung von SAP seien allen Vorschlägen der Verwaltung zugestimmt worden.

An der Hauptversammlung von SAP seien allen Vorschlägen der Verwaltung zugestimmt worden. Nach 1,25 Euro letztes Jahr erhalten die SAP-Aktionäre für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende von 1,40. Damit beträgt die Ausschüttung knapp 1,7 Milliarden Euro, wie der Softwarehersteller mitteilt.
Laut 'Channel Observer' war an der Versammlung auch die Vergütung des Vorstands ein Thema, die letztes Jahr kritisiert worden sei. Man habe die Kritik sehr ernst genommen, zitiert das Magazin den SAP-Mitgründer Hasso Plattner, und man habe den Dialog gesucht. Es gebe nun ein transparentes System für die Gehälter der Manager. Ausserdem berichte die Softwareschmiede nun detaillierter über die Arbeit des Aufsichtsrats. Von den Aktionären habe es dafür Lob gegeben, so der Bericht.
Der SAP-Mitgründer verteidigte dennoch die hohen Gehälter für Bill McDermott und die weiteren Manager. Man müsse international wettbewerbsfähig sein, sagte er laut 'Channel Observer' weiter. Laut 'Finanzen.ch' verdiente SAP-Chef McDermott im Jahr 2017 fast 22 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte davon stamme aus langfristigen Komponenten, die unter anderem vom Aktienkurs abhängen und erst mit Verzögerung ausbezahlt würden. Während die transparentere Vergütung bei SAP von der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) gelobt wird, gibt es dennoch Kritik für das hohe Gehalt des Firmenchefs. Die 22 Millionen Euro würden nicht "in die deutsche Landschaft" passen, zitiert 'Finanzen.ch' eine Vertreterin der DSW. (kjo)

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