Homeoffice ist ein Umsatztreiber für Microsoft

30. April 2020, 12:32
image

Auch der Umsatz des Google-Konzerns ist im ersten Quartal noch gewachsen, aber die Werbeeinnahmen brechen ein.

Der Trend zum Homeoffice in der Coronavirus-Pandemie kommt Microsoft entgegen. Wegen der florierenden Nachfrage nach Software für das Arbeiten am heimischen Schreibtisch und Cloud-Lösungen kletterte der Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15% auf 35 Milliarden Dollar. Der Reingewinn betrug 10,8 Milliarden Dollar.
Die Coronakrise habe zwar teilweise auch einen negativen Einfluss auf manche Erlöse. Dieser sei aber minimal gewesen, so Microsoft. Natürlich sagte kein Microsoft-Vertreter, dass die Corona-Pandemie irgendetwas Gutes an sich hat. Aber für die Microsoft-Geschäfte ist sie sicherlich nicht hinderlich. "In zwei Monaten haben wir eine digitale Transformation erlebt, die sonst zwei Jahre gedauert hätte", sagte Microsoft-Chef Satya Nadella.
Der Umsatz im Bereich Productivity and Business Processes (Office, Linkedin, Dynamics und anderes) wuchs um 15% auf 11,7 Milliarden Dollar. Der Umsatz im Bereich Intelligent Cloud (Azure, Server Produkte und Services) um 27% auf 12,3 Milliarden Dollar und der Umsatz im Bereich More Personal Computing (Windows, Surface, Xbox und andere) um 3% auf 11 Milliarden Dollar.

Auch Google war (noch) auf Wachstumskurs

Derweil liess die Corona-Krise im März das Werbegeschäft des Google-Mutterkonzerns Alphabet schrumpfen. Die Monate davor liefen aber so gut, dass Alphabet das erste Quartal mit mehr Umsatz und Gewinn abschloss.
Alphabet ist von der Corona-Krise aber deutlich betroffen und stellt sich auf harte Monate ein. Im März seien die Anzeigenerlöse um rund 15 Prozent geschrumpft und das laufende Quartal werde schwierig, warnte Finanzchefin Ruth Porat. Konzernchef Sundar Pichai will nun noch stärker das Geschäft mit Unternehmen forcieren, die für den Weg aus der Krise auf digitalen Wandel setzen. Hier könne Google unter anderem mit seinen Cloud-Diensten punkten.
Alphabet steigerte den Quartalsumsatz im Jahresvergleich um 13% auf 41,2 Milliarden Dollar. Den Quartalsgewinn steigerte der Konzern um 2,6% auf 6,84 Milliarden Dollar.

Loading

Mehr zum Thema

image

Zürcher Datenschützerin zum Cloudeinsatz: "Der Regierungsratsbeschluss ändert gar nichts"

Bei Dominika Blonski häufen sich seit dem Frühling Anfragen von Behörden zur Cloudnutzung. Im Gespräch sagt die Datenschützerin: "Ich weiss nicht, was die Absicht der Zürcher Regierung war."

publiziert am 30.9.2022 7
image

Datenschützer äussern harsche Kritik an Cloud-Entscheiden von Behörden

Die Konferenz der schweizerischen Datenschutzbeauftragten (Privatim) fordert: Kein Freipass für Microsoft 365.

publiziert am 30.9.2022
image

Softwareone erhält an einem Tag 2 Freihänder für fast 14 Millionen Franken

Der Stanser IT-Dienstleister ist bei Swissgrid Reseller für Standardsoftware und kann fürs Stadtzürcher OIZ die Lizenzen für die Microsoft-EDR-Lösung liefern. Dafür kassiert Softwareone Millionen.

publiziert am 30.9.2022
image

ALV braucht IT-Know-how für bis zu 55 Millionen Franken

In 8 Arbeitsgebieten sucht das Seco Digitalisierungs-Knowhow für die RAVs und die Arbeitslosenversicherung.

publiziert am 30.9.2022