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"Homeoffice wird auch nach der Corona-Krise zum Alltag gehören"

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Das Thema Homeoffice hat durch die Corona-Krise deutlich an Bedeutung gewonnen. Wir haben Cisco-Partner und -Kunden nach der aktuellen und künftigen Situation gefragt.

Der ungewollte Grossversuch mit Homeoffice hat den digitalen Wandel in der Arbeitswelt deutlich verstärkt. Nahezu alle Unternehmen müssen sich fragen, wie sie auf Dauer die zunächst oft adhoc aufgegleisten Möglichkeiten der Digitalisierung des Arbeitsalltag gestalten werden. Die Diskussion um dessen Zukunft ist nicht zuletzt deshalb in vollem Gange, weil sich in der Corona-Krise schon so vieles als praxistauglich erwiesen hat.
Die Folgen der Krise für die Schweiz fokussieren wir im Rahmen dieses Dossiers aus der Sicht der hiesigen Partner und Kunden von Cisco. Zuvor hatte inside-channels.ch die Krisenzeit zum Schwerpunkt des diesjährigen Digital Channels Forum gemacht und kürzlich noch einmal Unternehmen und ICT-Dienstleister nach den Auswirkungen gefragt haben. Cisco hingegen hat als einer der grossen Player im Netzwerk- und Telecom-Business schon früh die Chancen der Krisen-Situation in den Fokus gerückt. Kurz nach dem Corona-Ausbruch wurde Ende März bereits ein "new normal" proklamiert. Um diese neue Normalität zu realisieren, hiess es dann, bestehe trotz des inzwischen vollzogenen Umbaus noch viel Nachholbedarf. Es gehe um Defizite wie die vielerorts noch fehlende Strategie zur Erschliessung des flexibleren Arbeitslebens. Auch bei der Optimierung der Geschäfts- und Netzwerkprozesse gelte es nachzubessern. Insgesamt müsse, wer die Chancen der "neuen Normalität" nutzen wolle, mehr als bisher die Bereiche Security und Collaboration, die Cloud-Nutzung, Managed Services sowie generell die Digitalisierung in den Fokus nehmen, so Cisco.
Wir haben beim Security-Service-Provider Ispin und dem IT-Dienstleister und -Integrator Itris sowie bei dem Kranken- und Unfallversicherer Concordia nachgefragt, wie die aktuelle Agenda aussieht und wie berechtigt die New-Normal-Forderung ist.

Die Krise als Chance

Beim Bassersdorfer Security-Spezialisten Ispin zeichnet CCO Matthias von Arx ein düsteres Bild der aktuellen Lage: "Das Coronavirus bremst die Schweizer ICT in einigen Bereichen erheblich. Lockdown-bedingte Projektverschiebungen, Budget-Umpriorisierungen sowie erschwerte Kundenakquise und -zusammenarbeit waren an der Tagesordnung." Allerdings habe die Krise auch neue Chancen eröffnet "und insbesondere viele Bedenken bezüglich Managed-Services, Cloud-Computing und Homeoffice verdrängt", stellt er klar. Für ihn ist denn auch klar, dass das Homeoffice sich längerfristig etablieren werde, also Auswirkungen auf die Arbeitsabläufe und Zusammenarbeit und damit die ICT-Infrastrukturen insgesamt haben werde. Das alles müsse nun richtig umgesetzt werden, so von Arx.
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Ispin-CCO Matthias von Arx: "Die Krise hat neue Chancen eröffnet und insbesondere viele Bedenken bezüglich Managed-Services, Cloud-Computing und Homeoffice verdrängt"
Auch der Spreitenbacher Systemintegrator und IT-Dienstleister Itris geht davon aus, "dass unsere Kunden vermehrt unsere Professional Services im Bereich von Digital Workplace, Mobility, Security, Cloud Solutions und Business Aligned IT in Anspruch nehmen werden", so CEO Christian Studer. Auch er verweist auf Unsicherheiten bei laufenden Projekten, man habe umgehend klären müssen, "ob und wie wir weiterarbeiten dürfen und ob wir die Projektziele trotz der speziellen Lage erfüllen können". Intern habe man Schutzmassnahmen zum Wohlergehen der Mitarbeiter sicherzustellen gehabt und sich darum kümmern müssen, "ob und wie die Lieferkette aufrechterhalten werden kann". Ausserdem habe sich gezeigt, dass je länger die Homeoffice-Phase dauerte, "desto mehr kämpften Mitarbeiter mit der sozialen Isolation".
Natürlich sei Itris in dieser Lage nicht allein mit derartigen Problemen gewesen. Auf Kundenseite seien Mobility-Lösungen, sichere Remotezugänge, zusätzliche Collaboration-Lösungen aus der gesamten Cisco-Webex-Familie verstärkt nachgefragt worden. "Wir mussten unsere Ressourcen entsprechend einteilen sowie sicherstellen, dass diese Lösungen auch kurzfristig installiert werden konnten", so Studer.
Eine Erfahrung, die von Arx teilt. Denn auch bei Ispin wurden Endpunkt-Sicherheitslösungen, sowie Lösungen zur Absicherung der Cloud sowie allgemein Managed-Services vermehrt angefragt. Die Krise habe aufgezeigt, wie wertvoll Bandbreite, Konnektivität, von überall zugänglichen Daten sowie leistungsfähige Kollaborationslösungen sind, fügt er an. Zudem habe sie klar gemacht, "wie zentral eine gut funktionierende und resiliente Security für das alles ist".
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Itris-CEO Christian Studer: Die Krise hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass jedes Unternehmen seine IT-Services optimiert und zwar egal, ob sie via Cloud, aus hybriden Umgebungen oder On-Premises bezogen werden.
Die wegen Corona neu geltende "besondere Lage" beschreibt der Kranken- und Unfallversicherer Concordia als "vollkommen neuen Umstand". Denn wie in den meisten Schweizer Unternehmen seien praktisch alle Mitarbeitenden gleichzeitig ins Homeoffice gewechselt. Als vorteilhaft erwies sich, dass die technischen Voraussetzungen dafür schon vor der Pandemie vorhanden waren, wie CIO Stefan Pleisch erklärt. So ist der Wechsel grundsätzlich sehr gut verlaufen – obwohl "teilweise innert kürzester Zeit eingespielte und hocheffiziente Prozesse umgestellt werden mussten". "Mit fortdauerndem Home-Office zeigte sich aber, dass der Austausch und der soziale Kontakt innerhalb der Teams schwieriger geworden war. Insbesondere wurden die zunächst fehlenden Möglichkeiten von Videotelefonie, Screensharing oder Chat vermisst", so Pleisch weiter.
Er lobt denn auch das Engagement von Cisco und dessen Collaboration Partner, mit deren Hilfe "in sehr kurzer Zeit unseren Mitarbeitenden diese Funktionalität basierend auf der Unified Communication and Collaboration (UCC) Lösung Jabber von Cisco" verfügbar gemacht wurde. Dies sei darum besonders herausfordernd gewesen, "weil wir als Kranken- und Unfallversicherer sehr hohe Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit haben". Darüber hinaus sei punktuell eine Anpassung der Bandbreite der Internetanbindung notwendig gewesen, sonst habe jedoch kein weiterer direkter Anpassungsbedarf bestanden. Die UCC-Lösung werde heute rege genutzt und insgesamt sei die Einführung sehr erfolgreich verlaufen. 
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Concordia-CIO Stefan Pleisch: Die UCC-Lösung Jabber von Cisco in kurzer Zeit verfügbar zu machen, war darum besonders herausfordernd, "weil wir als Kranken- und Unfallversicherer sehr hohe Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit haben".
Interessant ist, dass auch Pleisch davon ausgeht, dass "Home-Office auch nach der Corona-Krise in der Concordia zum Alltag gehören" wird. Seit letztem Jahr sei man daran, den Arbeitsplatz der Zukunft zu definieren. Und ja, so der CIO weiter, das stelle neue Herausforderungen an das Netzwerk, die Security und so weiter: "Hier erwarten wir Unterstützung von Cisco im Erreichen einer optimalen zukunftsorientierten Lösung".

Nachholbedarf bei Security und Managed Services

Neu war der so abrupte Wechsel vielerorts allerdings nicht. Denn schon bisher hätten viele der nun akut gewordenen ICT-Themen die Agenden der CIOs bestimmt. Jetzt hätten sie allerdings an Bedeutung gewonnen, erklärt von Arx. Die Kunst der Unternehmen sei es nun, diese Aufgaben mit den knapper werdenden Budgets zeitnah umzusetzen, schiebt er nach, "Managed-Services und allgemein On-Demand-Services sind hier die Zauberworte".
Gerade in Sachen Managed-Services schliesst sich der Itris-Chef dieser Aussage an. Man sei dafür aber bereits ganz gut gerüstet. Denn den Ausbau der Managed-Services habe man schon in den letzten Jahren vorangetrieben und erweitere das Angebot ständig. Nicht zuletzt in der Krise habe sich "diese Ausrichtung als richtig erwiesen", resümiert denn auch Studer. Ähnlich schätzt er die Entwicklung übrigens bei den Infrastrukturen seiner Kunden ein, die diese vielfach "schon vor der Krise auf einem sehr guten Stand" gebracht hätten. Wo das noch nicht der Fall war, habe die aktuelle Situation geholfen, Entscheidungen für Investitionen in eine sichere und trotzdem flexible Infrastruktur positiv zu beeinflussen, schiebt er nach.
Etwas anders sieht es laut Studer in Sachen Security aus. Wegen der kurzfristigen Homeoffice-Umstellung, konnte nicht alle Unternehmen eine ausreichende Sicherheitslösung für alle Endpoints garantieren. Diesbezüglich "müssen viele Unternehmen nachbessern". Schwachstellen hätten sich überdies bei der zunächst eingeschränkten Verfügbarkeit von Cloud-Services gezeigt. So hätten zu Beginn der Krise auch Hyperscaler mit Engpässen zu kämpfen gehabt und konnten nicht alle Services stabil anbieten. Studers Fazit angesichts dieser Erfahrung: "Darum ist es wichtig, dass jedes Unternehmen seine IT-Services optimiert" und zwar egal, ob sie via Cloud, aus hybriden Umgebungen oder On-Premises bezogen werden.
Als Cyber-Security-Anbieter sieht von Arx die Treiber in Richtung Managed-Services bei den immer komplexer werdenden Cyberangriffen, dem Kostendruck und Fachkräftemangel sowie beim kundenseitig fehlenden Security-Know-how und dem Bedürfnis der Kunden nach mehr Agilität. Da gleichzeitig der Infrastruktur- und der Security-Betrieb weiter zusammenwachsen, um Sicherheitslücken schneller zu schliessen, bewege das immer mehr Unternehmen, ihre IT-Security-Strategie zu überdenken und Betrieb sowie Überwachung der IT-Systeme zumindest teilweise an Spezialisten zu übergeben. Der Ispin-CCO resümiert: "Die Corona-Krise werde den Trend zu Managed-Services definitiv zusätzlich beschleunigen".

Business Continuity im Fokus

Von Arx hat darüber hinaus beobachtet, dass die Krise in den Unternehmen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Business Continuity respektive Resilience Management ausgelöst hat. In Sachen Security sei eine Konsequenz daraus, dass man sich nun vielfach vom traditionellen, risikobasierten Cyber-Schutz verabschiedet. Heute sei klar, dass Unternehmen sich widerstandsfähig oder eben resilient machen müssen. Damit ist die Einsicht, in Krisen möglichst rasch wieder einen normalen Betriebszustand zu erreichen, laut dem Ispin-CCO gewachsen und damit verstärke sich ein seit etwa zwei Jahren zu beobachtender Paradigmenwechsel.
Die Concordia gehört zu den Unternehmen, die schon länger über ein eingespieltes Business Continuity Management verfügte. "Somit konnten wir auch für diese Krisensituation auf bestehende Mechanismen zurückgreifen", erklärt Pleisch. Zusätzlich habe man auf die ursprünglich für die SARS-Pandemie 2002/2003 erstellten Notfallpläne zurückgegriffen. Aber weil jede Krise speziell sei, habe man frühzeitig einen unternehmensweiten Corona-Ausschuss einberufen, der seither regelmässig tagt, die Situation beobachtet und Massnahmen definiert.
Das sei aber keineswegs selbstverständlich, fügt Itris-Chef Studer an. Erst in der Krise hätten Firmen oft bemerkt, "dass die Geschäftsprozesse auch unabhängig von Zeit und Ort immer sichergestellt werden müssen". Dabei müsse man wissen, dass ohne einen Business Continuity-Plan auch keine Business Resilience erreicht werden könne, schiebt er nach. Bewusst geworden sei das den Unternehmen deshalb, "weil sie vermehrt von ihren Kunden angesprochen wurden, ob sie entsprechende Pläne umgesetzt haben und wie diese aussehen".

Die Zukunft des Datacenters

Auf die Frage, ob Unternehmen künftig noch eigene Rechenzentren betreiben werden, gehen die Antworten dann auseinander. So hält Itris-Chef Studer klar fest: "Ja, davon sind wir überzeugt. Nicht alle Services können in der benötigten Qualität und Latenz in der Cloud zur Verfügung gestellt werden." Ausserdem verweist er darauf, wie unterschiedlich das Thema Datensicherheit in der Cloud betrachtet wird.
Zwar betont auch von Arx die kundenspezifischen Randbedingungen, wenn etwa Regulatorien die Cloud-Migration von Applikationen oder Daten verhindern. Und auch er verweist auf Verfügbarkeitsanforderungen, die ein eigenes Rechenzentrum erfordern können. Doch seien das Ausnahmen, die mit dem Anteil der Legacy-IT auch das Alter einer Organisation spiegeln. Insgesamt, so der Ispin-CCO, werden "eigene Datacenter auf Dauer sehr stark an Bedeutung verlieren".
Bei der Concordia hat man Erfahrungen mit verschiedenen Varianten eines Outsourcings gesammelt. "Jede Variante hat Vor- und Nachteile", so Pleisch. Zwar habe man heute schon ausgewählte Anwendungen, die extern in einer "Private Cloud" gehostet werden. Das ändere aber nichts daran, dass man auf absehbare Zeit noch das eigene Datencenter betreiben werde. "Jedoch beobachten wir konstant die Entwicklungen in diesem Bereich und schliessen nicht aus, dass wir in Zukunft Teile des Datencenters -- selbstverständlich unter Einhaltung unserer strengen Vorgaben an Sicherheit und Datenschutz -- extern auslagern oder zumindest extern managen lassen".

Fazit

Das "New Normal" von Cisco ist mehr als nur Prognose. Schon seit längerem beobachtbare Entwicklungen in der ICT-Branche haben sich durch die Krise zu konkreten Projekten entwickelt. Die Digitalisierung greift immer stärker in die Arbeitswelt ein und Collaboration-Tools sind in kürzester Zeit zu Alltagswerkzeugen mutiert. Nicht anders sieht es bei der zunehmenden Relevanz von Managed Services und allen Facetten der Security aus. Allerdings darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den Unternehmen in all den genannten Bereichen (und in einigen mehr) noch erheblicher Nachholbedarf besteht. Wer die neue Normalität leben will, wird investieren müssen. Laut dem Ispin-CCO von Arx heisst das, die Unternehmen sollten die Kunst üben, mit knapperen Budgets zeitnah all die anstehenden Aufgaben umzusetzen.

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