Hosting-Streit: Provider prüfen "weitere rechtliche Schritte"

16. Juni 2010, 12:04
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Die zehn Hoster, die sich seit einem Jahr gegen den Markteintritt von Switch wehren, haben sich nun auch schriftlich zum jüngsten Gerichtsentscheid geäussert.

Die zehn Hoster, die sich seit einem Jahr gegen den Markteintritt von Switch wehren, haben sich nun auch schriftlich zum jüngsten Gerichtsentscheid geäussert. Am Freitag wurde bekannt, dass das Handelsgericht des Kantons Zürich die superprovisorische Massnahme vom vergangenen Herbst, wonach Switch unter anderem verboten wurde, die Hosting-Tochter switchplus auf der Switch-Homepage als einzigen Wholesale-Partner aufzuführen, aufgehoben hat.
Die zehn am Verfahren beteiligten Provider (sowie rund 50 weitere Provider, welche das Verfahren unterstützt hatten) zeigen sich nun in einer Medienmitteilung "enttäuscht". Sie prüfen derzeit "weitere rechtliche Schritte". Die Provider erwägen, die Verfügung des Handelsgerichts des Kantons Zürich anzufechten. Zudem hoffen sie auf Entscheide der Wettbewerbskommission und des Bundesamtes für Kommunikation.
Laut den Providern bestätigt das Handelsgericht im jüngsten Urteil zwar, dass die Stiftung Switch ihre Monopolstellung in rechtswidriger Weise missbrauche, um ihre Tochtergesellschaft switchplus im Markt zu bevorzugen. Das Gericht vertrete allerdings die Auffassung, dass der drohende Schaden der Provider nicht genügend nachgewiesen sei, um die Aufrechterhaltung der vorsorglichen Massnahme zu rechtfertigen. (mim)

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