HP: 320 Millionen Pfund Strafe für 50-Millionen-Pfund-Projekt

8. Juni 2010, 10:24
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HP hat eine juristische Auseinandersetzung mit BskyB aussergerichtlich endgültig beigelegt und bezahlt dem britischen Mediengiganten 318 Millionen Pfund (528 Millionen Franken) als Schadensersatz und für aufgelaufene Gerichtskosten und Zinsen.

HP hat eine juristische Auseinandersetzung mit BskyB aussergerichtlich endgültig beigelegt und bezahlt dem britischen Mediengiganten 318 Millionen Pfund (528 Millionen Franken) als Schadensersatz und für aufgelaufene Gerichtskosten und Zinsen. HP hat damit seinen Plan, noch einmal Rekurs gegen ein kürzlich von einem hohen britischen Gericht gefälltes Urteil einzureichen, fallengelassen.
Der 2008 von HP übernommene IT-Dienstleister EDS hatte im Jahr 2000 einen CRM-Auftrag von BskyB gewonnen. Das Projekt wurde 2002 nach langen Verzögerungen endgültig abgebrochen, worauf BskyB eine Klage einreichte. Der ursprüngliche Auftrag hatte nur ein Volumen von 48 Millionen Pfund.
Nach einer langen juristischen Auseinandersetzung entschied ein hohes britisches Gericht allerdings vor sechs Monaten, dass EDS damals gegenüber BskyB die voraussichtliche Projektdauer absichtlich falsch angegeben habe. Diese vom Gericht konstatierte absichtliche Täuschung setzte auch die ursprünglich im Projektvertrag festgehaltene Obergrenze für Schadensersatzansprüche von 30 Millionen Pfund ausser Kraft. (hjm)

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