HP-3Com: D-Link freut's

4. Mai 2010, 08:38
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Der taiwanische Netzwerkhersteller D-Link verstärkt seine Bemühungen, im Schweizer VAR-Business Fuss zu fassen und glaubt an die Chance, die die Übernahme von 3Com durch HP bietet.

Der taiwanische Netzwerkhersteller D-Link verstärkt seine Bemühungen, im Schweizer VAR-Business Fuss zu fassen und glaubt an die Chance, die die Übernahme von 3Com durch HP bietet.
Mit bemerkenswerter Konstanz verkündet der in der Schweiz verhältnismässig kleine taiwanische Netzwerkkomponenten-Hersteller D-Link seit Jahren die gleiche Botschaft: "Wir wollen mit Systemhäusern ins Geschäft kommen (und dabei das Consumer-Geschäft nicht aufgeben)."
Switch-Chassis, Überwachungssysteme, IP-Storage
So lancierte D-Link vor einem Jahr ein Switch-Chassis, mit dem man mit einem Ministerium in Hessen auch schon ein Vorzeigeprojekt realisieren konnte.
Wie D-Link-Marketing-Chef Mike Lange (Foto) anlässlich eines Besuchs auf der Redaktion erzählte, sei das Interesse für die neuen IP-Überwachungssysteme seitens des VAR-Channels bemerkenswert. Neu liefert D-Link als Zückerchen für den Channel die diversen Kameras (es gibt eine ganze Reihe von Ausführungen für unterschiedliche Einsatzgebiete) mit kostenloser Software ("D-ViewCam") aus. Schulungskurse zum Thema "IP-Kameras" waren, so Lange, sehr gut gebucht. Nicht nur Reseller haben sich interessiert, sondern auch potentielle Endkunden, so die Verantwortlichen für Tankstellenketten oder Hotels.
Ebenfalls in Richtung High-End und des Geschäfts mit Systemhäusern und VARs zielt D-Link mit dem Eintritt in den Markt für iSCSI-SAN-Systeme. Und zwar bringt D-Link vier Boxen mit vier oder acht Gigabit-Ethernet-Ports oder einem 10-GB-Port. Letzteres System ist als "VMware Ready" zertifiziert.
Der Fokus auf Geschäftskunden und das langsame Vortasten in das Enterprise-Segment im DACH-Raum scheint sich für den taiwanischen Anbieter zu lohnen. So setzte D-Link im letzten Jahr trotz schwieriger Konjunktur 28 Prozent mehr im B2B-Segment um.
"3Com-Partner sind verunsichert"
Lange sieht die Übernahme von 3Com durch HP durchaus als Chance für D-Link. "Hewlett-Packard muss nun 3Com und seine eigene Networking-Marke als Second Source zu Cisco etablieren. Das ist für uns eine Chance, denn viele 3Com-Partner sind verunsichert. Für uns bietet sich die Chance, uns bei grösseren Systemhäusern als dritter Anbieter neben Cisco und HP zu etablieren," hofft Lange.
In der Schweiz ist D-Link allerdings erst bei kleineren, "local heros" etabliert. Diesen will der Hersteller mit einem Programm namens "Business Energizer" etwas bieten. Das Programm läuft noch bis Ende Juni - gewinnen kann man immerhin in jedem der DACH-Länder eine Omega Seamaster, was für Reseller in der Schweiz doch einiges einfacher sein dürfte als für die die Kollegen im "grossen Kanton." (Christoph Hugenschmidt)

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