HP bereitet Abschied von Itanium vor

2. Dezember 2014 um 10:12
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Sowohl für sich als auch für die Kunden. Superdomes und NonStop-Server erhalten Xeons.

Sowohl für sich als auch für die Kunden. Superdomes und NonStop-Server erhalten Xeons.
Laut einem Bericht von 'Dow Jones Newswire' wird HP heute in Barcelona seine Strategie in Sachen High-End-Server für die kommenden Jahre verkünden. Anscheinend wurde die Nachrichtenagentur darüber vorinformiert, im Bericht fehlen aber noch viele Details.
Laut dem Bericht erklärte HP, dass in Zukunft Versionen der Server der Integrity-Familie mit Xeon-Prozessoren auf den Markt kommen werden. Dies gelte sowohl für Superdome- als auch NonStop-Modelle. Die neuen Superdomes sollen mit bis zu 16 Xeons bestückt werden können. Gleichzeitig habe HP betont, dass auch weiterhin Itanium-basierte Modelle entwickelt werden sollen. Bisher wurden für die Integrity-Server nur Itaniums verwendet. HP wolle zudem bestehende Kunden dazu ermutigen, auf den neuen Xeon-Modellen Linux als Betriebssystem zu verwenden. Bisher werden HPs Itanium-Server meistens mit HP-UX betrieben.
Wann die neuen Integrity-Modelle auf den Markt kommen, wird im Vorbericht nicht erwähnt. Wir hoffen auf weitere Details, wenn HP heute seine offizielle Ankündigung in Barcelona macht.
Das Ende der Itanium-Familie zeichnet sich aber schon seit Jahren ab, was auch den Kunden - meistens grosse Konzerne wie Banken, Telcos oder Luftfahrtunternehmen - nicht entgangen ist. Intel hat im Frühling 2012 das bisher letzte Modell lanciert. Gleichzeitig wurde noch eine letzte Nachfolgegeneration versprochen, die unter dem Codenamen "Kittson" entwickelt wird und wahrscheinlich 2015 auf den Markt kommt. Laut früheren Berichten soll diese letzte Itanium-Generation auf der mittlerweile ziemlich veralteten 32-Nanometer-Technologie basieren.
Vorhandene Itanium-Kunden müssen also wohl oder übel in einiger Zeit auf eine andere Architektur umstellen. Das ist ein grosser Schritt, wenn es um Business-kritische Applikationen geht. Als die Itanium-Chips 2001 von Intel lanciert wurden, mussten Kunden die Applikationen eigens für Itanium anpassen. Nun steht also eine weitere, möglicherweise risikobehaftete Migration bevor. HP, der letzte Hersteller von Itanium-Servern, hofft mit der Lancierung der Xeon-Integrity-Server diesen Kunden einen einigermassen sicheren und sanften Weg zum Umstieg bieten zu können und sie so bei der Stange zu halten.
Dies ist durchaus wichtig für den Unternehmenskundenbereich des IT-Riesen, der nach der grossen Aufspaltung im kommenden Herbst unter dem Namen Hewlett-Packard Enterprise operieren wird. Itanium-Server waren zwar nie der grosse Erfolg, den man sich einst erhofft hatte. Trotzdem machte HP laut 'Dow Jones' im letzten Geschäftsjahr noch etwas über 900 Millionen Dollar Umsatz mit diesen Systemen und dürfte dabei eine hohe Marge erzielt haben. (hjm)

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