HP-Bestechungsskandal weitet sich aus

16. August 2010, 14:57
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Das US-amerikanische Justizministerium hat den Computerhersteller Hewlett-Packard zur Herausgabe von Dokumenten aufgefordert, die in Zusammenhang mit vermeintlichen Zahlungen von Bestechungsgeldern stehen könnten.

Das US-amerikanische Justizministerium hat den Computerhersteller Hewlett-Packard zur Herausgabe von Dokumenten aufgefordert, die in Zusammenhang mit vermeintlichen Zahlungen von Bestechungsgeldern stehen könnten. Wie das 'Wall Street Journal' unter Berufung auf gut informierte Quellen im Justizministerium berichtet, habe das Ministerium die Herausgabe nicht angeordnet, sondern den Konzern lediglich um die Aushändigung gebeten. Gegenüber der Zeitung wollte das Department of Justice den Bericht nicht kommentieren. Auch bei HP liess man lediglich verlauten, dass man "mit allen Behörden in vollem Umfang" zusammenarbeite.
Die Aufforderung der amerikanischen Justiz steht in Zusammenhang mit internationalen Ermittlungen gegen den Computerkonzern, beziehungsweise Ex-HP-Managern, denen vorgeworfen wird, vor einigen Jahren Bestechungsgelder in Millionenhöhe gekommen.
Offen bleibt derzeit, ob die US-Justiz ebenfalls eine Untersuchung gegen den Computerkonzern beziehungsweise deren Ex-Managern einleiten wird oder lediglich eine Voruntersuchung läuft. (bt)

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