HP evaluiert Verkauf des BPO-Geschäfts

19. August 2009, 12:08
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Die Hewlett-Packard-Führung überlegt sich, gewisse Teile des mit EDS übernommenen Outsourcing-Geschäfts wieder zu verkaufen.

Die Hewlett-Packard-Führung überlegt sich, gewisse Teile des mit EDS übernommenen Outsourcing-Geschäfts wieder zu verkaufen.
"Business Process Outsourcing" (BPO) galt einst als künftige Goldgrube für IT-Dienstleister. Gemeint ist die Auslagerung nicht nur von Informatik-Infrastrukturen, sondern von ganzen Geschäftsprozessen, beispielsweise des Personalwesens. Mit dem Kauf von EDS ist Hewlett-Packard zu einem mittelgrossen BPO-Anbieter mit einem Umsatz im vergangenen Quartal von etwas über 700 Millionen Dollar geworden.
Nun überlegt man sich bei HP offenbar, aus diesem Geschäft wieder ganz oder teilweise auzusteigen, wie Reuters gestern exklusiv und unter Berufung auf Insiderquellen berichtete. HP erzielt, so Reuters, im BPO-Geschäft trotz knüppelhartem Sparkurs tiefere Margen als Mitbewerber wie IBM oder Accenture. Zu den Operationen, die man allenfalls verkaufen will, gehören vor allem Einheiten in Indien.
Nicht auf den Markt gebracht werden sollen Outsourcing-Geschäftsteile, in denen HP durch die Verwendung von eigenen Technologien Synergien erzielen kann. Glaubt man dem Bericht der Nachrichtenagentur, so stehen also Geschäftsfelder wie Technologieoutsourcing (Hosting und Betrieb von Rechenzentren und ähnliches) nicht zur Debatte. (hc)

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