HP hofft auf Milliardengeschäft durch Windows-Server-2003-Ablösungen

14. Juli 2014, 13:09
  • hp
image

In einem Jahr stoppt Microsoft den Support für Windows Server 2003. HP lanciert zusammen mit Microsoft ein spezielles Partnerprogramm, um das Migrationsgeschäft zu fördern.

In einem Jahr stoppt Microsoft den Support für Windows Server 2003. HP lanciert zusammen mit Microsoft ein spezielles Partnerprogramm, um das Migrationsgeschäft zu fördern.
Genau in einem Jahr, am 14. Juli 2015, wird Microsoft den Support für Windows Server 2003 beenden. Das heisst, dass danach keine Security-Updates mehr ausgeliefert werden sollen. Server, auf denen noch die zehn Jahre alte Version des Betriebssystems läuft, werden damit für Anwender ab dem nächsten Juli genau so zu einem Sicherheitsrisiko, wie es PCs mit Windows XP seit diesem April sind. Das Risiko könnte für Unternehmen sogar noch höher sein, da auf Windows Server oft auch noch wichtige Applikationen laufen.
Hewlett-Packard schätzt, dass Migrationen weg von Windows Server 2003 für den IT-Channel weltweit ein Auftragsvolumen von rund 10 Milliarden Dollar auslösen werden. Da tendenziell vor allem noch mittelgrosse und kleinere Firmen Windows Server 2003 im Einsatz haben, dürfte ein grosser Teil davon über den Channel laufen. Und HP hofft, dass seine Partner ein grosses Stück dieses Kuchens abschneiden. Um ihnen das Geschäft mit Server-2003-Migrationen zu erleichtern, hat der IT-Riese deshalb zusammen mit Microsoft ein spezielles Channelprogramm für diese Gelegenheit auf die Beine gestellt, wie die US-Ausgabe von 'CRN' berichtet. Das "HP Microsoft Windows Server 2003 Migration Program" soll demnach heute an der weltweiten Partnerkonferenz von Microsoft vorgestellt werden.
Die eigenen Partner, so verspricht HP laut 'CRN', werden dank diesem Programm Kunden einfacher, schneller und auch profitabler migrieren können, als Partner von konkurrierenden Anbietern. Das Programm beinhalte unter anderem finanzielle Anreize, spezielle Tools und Trainings sowie Finanzierungsmöglichkeiten für Migrationsdeals. Da laut HP viele betroffene Unternehmen noch keinen fixen Migrationsplan haben, gebe es für Partner auch spezielle finannzielle Anreize und ein spezifisches Toolkit zur Durchführung von Migrations-Assessments, so 'CRN'. (hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

Klimaschutz wird zum PC-Verkaufs­argument

Die grossen Computerhersteller haben an der CES ihre neusten Geräte vorgestellt. Das Credo bei allen lautet: mehr Nachhaltigkeit.

publiziert am 5.1.2023
image

HP führt selektive Distribution ein

Distis dürfen HP-Drucker und -Verbrauchs­material nur noch an registrierte Reseller verkaufen. Das führt zu Mehraufwand.

publiziert am 20.12.2022 1
image

Bechtle liefert IT-Arbeitsplätze für Swiss und Lufthansa

Es geht hauptsächlich um HP-Hardware für über 20'000 Arbeitsplätze, darunter auch solche für die Schweizer Fluggesellschaft.

publiziert am 13.12.2022
image

HP will bis zu 6000 Stellen streichen

Inflation und sinkende Nachfrage belasten das HP-Ergebnis. Der Konzern will in den nächsten Jahren die Kosten um 1,4 Milliarden Dollar senken. Dazu werden weltweit Stellen gestrichen.

publiziert am 23.11.2022