HP kauft Voodoo und drängt ins Spiele-PC-Business

29. September 2006, 08:47
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High-end-PCs für Gamer sind ein lukrativer Markt, der auch die Begehrlichkeiten der Riesen im PC-Geschäft weckt.

High-end-PCs für Gamer sind ein lukrativer Markt, der auch die Begehrlichkeiten der Riesen im PC-Geschäft weckt. Dell hat sich durch die Übernahme von Alienware sowie die Lancierung eigener Luxus-PCs für Gamer bereits stark auf diesem Markt etabliert. Nun versucht sch auch HP durch die Übernahme des kanadischen Herstellers Voodoo Computers ein grosses Stück dieses Nischenmarkts abzuschneiden.
Der Grund ist einfach: Gamer sind bereit, für besonders leistungsfähige und speziell designte PCs viel Geld auszugeben. Deshalb winken in diesem Markt wesentlich höhere Produktemargen als im Massenmarkt für PCs. Voodoo kann nach Schätzungen von Analysten seine PCs für durchschnittlich 5000 Dollar pro Stück verkaufen, während durchschnittliche Consumer-PC heute etwa 800 Dollar kosten. Und dabei dürfte nicht nur die absolute sondern auch die prozentuale Marge von Voodoo, Alienware und Co. wesentlich höher sein, als bei Herstellern von PCs für den Massenmarkt.
Der Gesamtmarkt für High-end Gamer-PCs hat gemäss Schätzungen momentan weltweit ein Volumen von rund einer Milliarde Dollar pro Jahr. Voodoos Umsatz wird auf etwa 115 Millionen Dollar geschätzt.
Voodoo stellt allerdings nicht nur PCs für Spielefreaks her. Gemäss HP sind die Kanadier Marktführer im Bereich der Workstations für Spieleentwickler sowie der Bereitsstellung von Datenzenter-Infrastrukturen für Online-Spiele.
Voodoo wird bei HP den Kern einer eigenen, auf den Gamermarkt spezialisierten Geschäftseinheit innerhalb der Personal Systems Group (PSG) bilden. Die beiden Gründer von Voodoo, Ravi Sood und Rahul Sood sollen darin wichtige Aufgaben übernehmen: Rahul Sood wird Chief Technology Officer und Ravi Sood soll die Verantwortung für die Strategie übernehmen. (hjm)

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