HP lahmt in Europa

18. Februar 2010, 10:18
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Weltweiter Umsatz steigt wieder. Starkes Wachstum im PC-Bereich. Umsatz-Schwäche bei Software und Services.

Weltweiter Umsatz steigt wieder. Starkes Wachstum im PC-Bereich. Umsatz-Schwäche bei Software und Services.
Der IT-Konzern Hewlett-Packard konnte im vergangenen ersten Geschäftsquartal per Ende Januar erstmals seit einem Jahr wieder wachsen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 8 Prozent auf 31,2 Milliarden Dollar. Während der operative Gewinn um 20 Prozent auf 3 Milliarden Dollar wuchs, stieg der Nettogewinn sogar um 25 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar.
BRIC hui, Europa pfui
Obwohl man also sagen kann, dass HP die Wirtschaftskrise gut überstanden hat, bleibt die Tatsache, dass das Geschäft in Europa nur zögerlich in Gang kommt. Während in der Region Americas die Umsätze um 9 Prozent (auf 13,6 Milliarden Dollar) und in Asien-Pazifik sogar um 26 Prozent (auf 5,4 Milliarden) wuchsen, stagnierten sie in EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) bei 12,1 Milliarden Dollar. Währungsbereinigt resultiert in Amerika und Asien ein schwächeres Wachstum und in EMEA gar ein kleiner Rückgang.
HP setzt mittlerweile 65 Prozent des Gesamtumsatzes ausserhalb der USA um. Besonders starkes Wachstum verzeichneten die BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China) mit einem Plus von 41 Prozent. Die vier Länder machen nun bereits 10 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
PC-Umsatz wächst stark
Nach Bereichen konnte vor allem die Personal Systems Group stark zulegen. Im PC-Bereich wuchsen die Umsätze um 20 Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar. Die Verkäufe wuchsen sowohl im Notebook- als auch im Desktop-Bereich und bei Consumer- und Business-Geräten. Nach wie vor hat HP im PC-Bereich aber die kleinsten Gewinnmargen: Der operative Gewinn betrug 530 Millionen Dollar, also 5 Prozent des Umsatzes.
Weniger gut verliefen die Services-Umsätze. In dem nach Umsatz zweitgrössten Geschäftsbereich musste HP einen Umsatzrückgang um 1 Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar hinnehmen. Trotzdem betrug die operative Gewinnmarge hier stolze 15,8 Prozent.
Eine höhere Marge erzielte der nächstgrösste Bereich, die Imaging and Printing Group. Hier verdiente HP operativ 17 Prozent. Der Umsatz wuchs um 4 Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar. Die höchste Gewinnmarge erwirtschaftete HP im Software-Bereich (19%), jedoch stagnierten hier die Umsätze bei 878 Millionen Dollar.
Firmen scheinen tatsächlich wieder in Server-Infrastruktur zu investieren, denn HP konnte im Bereich Enterprise Storage and Servers einen Umsatzsprung von 11 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar verzeichnen. Der operative Gewinn betrug 552 Millionen Dollar, was 12,6 Prozent des Umsatzes entspricht.
Der Umsatz bei HP Financial Services wuchs um 13 Prozent auf 719 Millionen Dollar. Die operative Marge lag hier bei 9,3 Prozent. (mim)

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