HP lanciert "Spar-Server"

30. März 2009, 16:03
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Nach Dell und IBM lanciert auch Hewlett-Packard Server, die mit Intels neuer "Nehalem"-CPU ausgerüstet sind. Im Vordergrund steht die Senkung der Kosten im Rechenzentrum.

Nach Dell und IBM lanciert auch Hewlett-Packard Server, die mit Intels neuer "Nehalem"-CPU ausgerüstet sind. Im Vordergrund steht die Senkung der Kosten im Rechenzentrum.
Hewlett-Packard lanciert heute um 21 Uhr eine ganze Reihe von neuen 'ProLiant'-Servern. Wie bei der Konkurrenz liegt der Fokus in der heutigen Ankündigung ganz auf der Automatisierung der Administrationsaufgaben im Rechenzentrum und auf die Reduktion der Betriebskosten.
"Sea of Sensors"
So sind die 11 neuen Server (Tower-, Rack- und Blade-Server) mit je 32 Sensoren ausgerüstet, die die Wärmeentwicklung innerhalb der Maschine verfolgen. Mit den Daten, die die Sensoren liefern, werden dann Komponenten wie die Ventilatoren gesteuert werden.
Zudem gibt es für die Server vier verschiedene Stromversorgungen, die man je nach der erwarteten Auslastung der Maschine auswählen kann.
Mit der Software namens "HP Dynamic Power Capping" kann man als weitere Stromsparmassnahme die Energieversorgung der verschiedenen Server in einem Rechenzentrum steuern und so verhindern, dass einzelne Server mehr "Pfuus" bekommen, als sie überhaupt brauchen.
Management-Software ist alles
Während Konkurrent Dell seine neuen Intel-Server mit Symantecs Altiris-Software ausrüstet, bündelt HP die 'ProLiant G6' mit der 'HP Insight Control Environment management console'. Diese soll gemäss Herstellerangaben gewaltige Einsparungen, nämlich bis zu 48'000 Dollar pro 100 User ermöglichen.
Als weitere Sparmassnahme kann man nun auch mit der Bandbreite sorgfältiger umgehen. Man kann sie nämlich mit einer Software, dem 'Virtual Connect Flex-10 Ethernet module' einzelnen virtuellen Maschinen zuordnen. Damit kann man sich den Kauf von zusätzlichen Netzwerk-Komponenten beim Einsatz von zusätzlichen virtuellen Maschinen ersparen. Man sieht: HP und Cisco haben sich wirklich nicht mehr so gerne.
Auch zum Thema "Management-Software" gehört das 'Server Migration Pack', mit dem man Betriebssystem, Daten und Applikationen leichter von einem alten Server auf eine neue Maschine migrieren kann.
Sparen, sparen und extern finanzieren
Hewlett-Packard will seine recht gut gefüllte Schatulle offenbar auch dafür einsetzen, die Kunden auch während der Krise zu Investitionen in neue Hardware zu verleiten. So gibt es für bestimmte Länder (aber nicht für die Schweiz) die Option, die neuen G6 Server zu 0 Prozent zu leasen und es gibt ein "Sale and Leaseback" Programm.
Zudem kann man die HP-Support-Dienstleistungen nun flexibler kaufen und sich seine Sevice-Optionen gezielter auswählen.
Und die Leistung?
Während Intel bei der heutigen Präsentation der neuen "Nehalem"-Prozessoren viel von Leistung sprach, wird die Performance der neuen Server-Familie von HP in den Hersteller-Unterlagen nur noch eine Nebensache. Um es kurz zu machen: Die 'G6'-Server von HP können doppelt soviel Hauptspeicher und doppelt so grosse Festplatten aufnehmen wie ihre Vorgänger. Und sie arbeiten gemäss HP doppelt so schnell, so dass man eben nur noch halb so viele Server für die gleichen Aufgaben brauche. Womit wir wieder beim Thema "Sparen" wären. (Christoph Hugenschmidt)

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