HP-Lieferanten haben beim TouchPad auf Sand gebaut

30. August 2011, 09:34
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Nachdem Hewlett-Packard (HP) unlängst beschlossen hat, alle Projekte für das TouchPad genannte eigene webOS-Tablet einzustellen, sitzen die Komponentenlieferanten auf vollen Lagern.

Nachdem Hewlett-Packard (HP) unlängst beschlossen hat, alle Projekte für das TouchPad genannte eigene webOS-Tablet einzustellen, sitzen die Komponentenlieferanten auf vollen Lagern. Wie Taiwans Newsservice 'Digitimes' von den Komponentenherstellern erfahren hat, sind sie in Verhandlungen mit HP eingetreten, um eine Lösung für die hohen Lagerbestände zu finden, die sich aufgehäuft haben, weil der PC-Riese nach grossem Trara plötzlich alle Pläne für das TouchPad eingestampft hat.
HP Taiwan habe zwar schon angedeutet, dass man bei dem Versprechen den Partnern gegenüber bleiben werde, allerdings gebe es diesbezüglich noch keine offizielle Mitteilung vom HP-Headquarter. Doch selbst wenn HP die Lagerbestände voll bezahlt und für alle Kosten aufkommt, sehen sich die Lieferanten vor unkalkulierbaren Verlusten. Schliesslich mussten sie für das Tablet auch Produktionskapazitäten freimachen, die sie sonst anderen Herstellern hätten anbieten können.
Den Quellen zufolge reichen die Lagerbestände aus, um 100'000 der fürs dritte Quartal geplanten TouchPads mit 7-Zoll-Display zu produzieren. HPs plötzliche Entscheidung, die eigenen Tablet-Pläne einzustampfen, hat die Lieferanten, allen voran den TouchPad-Produzenten Inventec, deshalb hart getroffen.
Inventec, nach Quanta, Compal, Wistron und Foxconn einer der ganz grossen Notebook-Auftragsfertiger Taiwans, wollte sich nicht näher dazu äussern, sagte aber lediglich, dass sich an der Partnerschaft mit HP nichts ändere. Klar, das Unternehmen ist unter anderem auch Produzent von HPs Servern und Enterprise-Notebooks. Da gilt es natürlich, Rücksicht zu nehmen. (Klaus Hauptfleisch)

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