HP profitiert von EDS-Übernahme und Entlassungen

24. November 2009, 09:22
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Gestiegener Serviceanteil und agressive Kostensparmassnahmen bringen höheren Profit trotz Umsatzverlust.

Gestiegener Serviceanteil und agressive Kostensparmassnahmen bringen höheren Profit trotz Umsatzverlust.
Hewlett-Packard hat im vierten Quartal seines Geschäftsjahrs 2009, das am 31. Oktober endete, bei 30,8 Milliarden Dollar Umsatz einen Reingewinn von 2,4 Milliarden Dollar erzielt. Das entspricht verglichen mit dem vierten Quartal des Vorjahrs einer Gewinnsteigerung um 14 Prozent, während der Umsatz gleichzeitig, obwohl nun erstmals zwei Monate des Umsatzes des übernommenen Serviceriesen EDS mitzählten, um 8 Prozent sank.
Gemässs CEO Mark Hurd hat HP die Gewinnsteigerung unter anderem seinem "soliden" Abschneiden im Servicebereich zu verdanken, dessen Anteil am Gesamtumsatz angestiegen ist. Der Umsatz mit Services wuchs für HP um 8 Prozent. Zählt man allerdings auch das entsprechende Quartal von EDS mit, so erklärte HPs Finanzchefin Cathie Lesjak, ging der Umsatz auch im Servicebereich aufgrund des Nachfrageschwunds bei Unternehmen im zweistelligen Prozentbereich zurück. Der zweite massgebende Grund für die Gewinnsteigerung sind daher die einschneidenden Stellenreduktionen und anderen Kostensparmassnahmen, vor allem bei der übernommenen Firma EDS. Gemäss Lesjak möchte HP insgesamt rund 3 Milliarden Dollar an jährlichen Kosten "aus dem EDS-Business nehmen", was bisher etwa zu rund einem Drittel erreicht sei.
Schwund an allen Enden
In den übrigen Kernbereichen musste HP auch in diesem Quartal zweistellige Umsatzrückgänge hinnehmen. Für die "Personal Systems Group (hauptsächlich PCs) sank der Umsatz um 12 Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar. Durch die Steigerung des Absatzes um etwa 8 Prozent konnte HP aber seine Marktanteile erhöhen.
Bei den Printern ging dagegen auch der Absatz nach Stückzahlen gemessen um 20 Prozent zurück. Insgesamt sank der Umsatz der Imaging and Printing Group um 15 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar.
Der Nachfrageschwund bei Unternehmen wirkte sich auch im Bereich Hard- und Software für Unternehmen klar aus: Der Bereich Enterprise Storage and Servers verbuchte einen Umsatzrückgang um 17 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar und der Softwarebereich einen Umsatzrückgang um 16 Prozent auf 967 Millionen Dollar.
Insgesamt sank der Umsatz von HP im Geschäftsjahr 2009 verglichen mit dem Jahr zuvor um 3 Prozent auf 114,6 Milliarden Dollar, und der Reingewinn um 8 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar. Im kommenden Geschäftsjahr erwartet HP eine Erholung bei der Nachfrage und prognostiziert gegenwärtig einen Umsatz von 117 bis 118 Milliarden Dollar. (hjm)

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