HP-Quartalszahlen: Starke Zuwächse in der Schweiz

23. Februar 2011, 09:35
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Trotz insgesamt guter Zahlen wurde HP von der Börse abgestraft.

Trotz insgesamt guter Zahlen wurde HP von der Börse abgestraft.
Soeben hat der seit letztem Oktober amtierende Chef von HP, Leo Apotheker, am Hauptsitz im kalifornischen Palo Alto die Zahlen des ersten Quartals unter seiner Geschäftsführung vorgelegt. Und die sind allgemein gut: Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4 Prozent auf 32,3 Milliarden Dollar und der Gewinn um 16 Prozent auf satte 2,6 Milliarden Dollar.
Allerdings lagen die Umsatzerwartungen im Markt noch höher, prognostiziert hatte man 32,9 Milliarden Dollar. Da Apotheker zudem die Umsatzerwartungen für das laufende Geschäftsjahr von zunächst maximal 133,5 Milliarden Dollar auf höchstens noch 131,5 Milliarden Dollar zurückschraubte, wurde HP an der Börse regelrecht abgestraft. Die Aktie sackte nach Börsenschluss um drastische sechs Prozent ab.
Die EMEA-Region von HP konnte übrigens nicht von den Quartals-Zuwächsen des Konzerns profitieren. Hier stagnieren die Umsätze, jedoch mit starken Unterschieden. Die Situation in der Schweiz wird von Insidern (HP Schweiz kommentiert die jeweiligen Zahlen bekanntlich nicht) als erheblich über dem Durchschnitt liegend eingestuft. Ein Grund dafür ist beispielsweise die Auswirkung des grossen RTC-Deals vom Mai 2010, der sich jetzt im Vergleich mit dem Vorjahresquartal spiegelt.
Die vorsichtige Prognose von Apotheker erklärt sich insbesondere aus dem rückläufigen Markt mit PCs für den Consumer-Bereich, wo HP in diesem Quartal nicht wachsen konnte. Zudem habe man auch bei den kurzfristigen Service-Verträgen zwei Prozent Umsatzrückgang verbuchen müssen, wie der HP-Chef sagte. Die Zuwächse verdanken sich der Hard- und Software sowie den IT-Services für Unternehmen. (vri)

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