HP-Rechtsexperte warnte frühzeitig vor illegalen Schnüffelmethoden

19. September 2006, 10:07
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Wie das 'Wall Street Journal' unter Bezugnahme auf Insiderquellen berichtet, hat ein HP-Mitarbeiter seine Vorgesetzten bereits Anfangs dieses Jahres gewarnt, dass die bei einer Spionageaktion gegen die eigenen Verwaltungsräte – die damals noch im Gang war – angewendeten Methoden teilweise illegal se

Wie das 'Wall Street Journal' unter Bezugnahme auf Insiderquellen berichtet, hat ein HP-Mitarbeiter seine Vorgesetzten bereits Anfangs dieses Jahres gewarnt, dass die bei einer Spionageaktion gegen die eigenen Verwaltungsräte – die damals noch im Gang war – angewendeten Methoden teilweise illegal sein könnten.
Fred Adler, der betreffende Angestellte, ist eine ehemaliger FBI-Mann und arbeitet jetzt für HPs globale Sicherheitsabteilung. Gemäss 'WSJ' hat Adler seine Vorgesetzten in einem E-Mail darüber informiert, dass es gegen das gesetzt sein könnte, sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen die Telefonaufzeichnungen überwacher Personen zu beschaffen. Allerdings wisse man nicht genau, so das Wirtschaftsblatt weiter, wer aus dem HP-Management das Mail erhalten habe.
Das Mail ist bedeutsam, weil es bei den von den Behörden eingeleiteten Strafuntersuchungen gegen die bei der Schnüffelaktion beteiligten Privatdetektive und die dafür verantwortlichen HP-Leute seht stark darum geht, wer wann darüber Bescheid gewusst hat, dass bei den angewendeten Methoden nicht alles koscher war. (hjm)

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