HP ringt mit sich und der Welt

23. August 2012, 10:16
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HPs Umsatz ist in fast allen Bereichen gesunken. Am empfindlichsten wurde der PC-Bereich getroffen.

HPs Umsatz ist in fast allen Bereichen gesunken. Am empfindlichsten wurde der PC-Bereich getroffen.
Hewlett-Packard musste im dritten Quartal seines Geschäftsquartals 2012, wie schon vor zwei Wochen angekündigt, Restrukturierungskosten von 1,8 Milliarden Dollar sowei einige weitere Sonderkosten führten unter dem Strich zu einem Reinverlust von 8,9 Milliarden Dollar.
Aber auch über dem Strich konnte HP nicht glänzen. Der Quartalsumsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 29,7 Milliarden Dollar und der Reingewinn, abgesehen von den Sonderkosten, um 14 Prozent auf 2 Milliarden Dollar. Im lukrativen Softwarebereich stieg der Umsatz zwar um 18 Prozent auf knapp eine Milliarde Dollar, in allen grossen Geschäftsbereichen musste HP aber Rückschläge hinnehmen. Im Servicebereich sank der Umsatz um 3 Prozent auf 8,75 Milliarden Dollar und der Gewinn um 23 Prozent auf 959 Millionen Dollar. Im Bereich Enterprise Servers, Storage and Networking ging der Umsatz um 4 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar, der Gewinn um 19 Prozent auf 540 Millionen Dollar zurück. Auch bei der Imaging und Printing Group sank der Umsatz, vor allem Aufgrund der schwachen Nachfrage im Consumerbereich um 3 Prozent auf 6 Milliarden Dollar. Im Unternehmensgeschäft konnte der Printerbereich aber zulegen und auch der Gewinn stieg um 8 Prozent auf 949 Millionen Dollar.
Am empfindlichsten traf der Umsatzrückgang den PC-Bereich. Der Umsatz der Personal Systems Group fiel um 10 Prozent auf 8,6 Milliarden und der Gewinn um 28 Prozent auf 409 Millionen Dollar. Wie es dem PC-Bereich von HP geht, wird von der Börse traditionell besonders kritisch beäugt. Dass die PC-Sparte auch in diesem Quartal schlechter abgeschnitten hat, als der Rest von HP, dürfte den Verfechtern einer Abspaltung der PC-Sparte wieder neuen Auftrieb geben.
Stellenabbau beschleunigt
In einem Interview erklärte HP-Finanzchefin Cathie Lesjak, dass das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld sowie "anhaltender Gegenwind" HPs Geschäftsgang abschwäche. CEO Meg Whitman äusserte sich trotzdem optimistisch: "Wir sind immer noch in der frühen Phase eines Turnarounds, der viele Jahre dauern wird. Aber wir machen trotz des Gegenwinds annehmbare Fortschritte. In diesem Quartal haben wir wichtige Schritte unternommen um unsere strategischen Prioritäten zu fokussieren, die Kosten in den Griff zu bekommen und unsere Organisation anzupassen.
Laut Lesjak wurden im vergangenen Quartal rund 4000 Stellen abgebaut, im laufenden Quartal sollen es weitere 7500 werden. Damit dürften bis Ende des Geschäftsjahrs etwa 2500 Stellen mehr wegfallen, als zuletzt angekündigt. Das im vergangenen Mai angekündigte Gesamtziel von 27'000 Stellen, die bis Ende 2014 dem Rotstrich zum Opfer fallen sollen, erhöhte HP aber nicht weiter. (hjm)

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