HP-Schnüffelaffäre: Hurd will bleiben

3. Oktober 2006, 14:49
  • international
  • hp
image

"Furztrocken" - so könnte man etwas salopp die Haltung von HP-Chef Mark Hurd in einem Gespräch mit der US Zeitschrift 'Fortune' beschreiben.

"Furztrocken" - so könnte man etwas salopp die Haltung von HP-Chef Mark Hurd in einem Gespräch mit der US Zeitschrift 'Fortune' beschreiben. Hurd führte das Gespräch letzten Samstag, nachdem er am Freitag vor dem US Kongress zur HP-Schnüffelaffäre aussagen musste.
Hurd beharrte in dem Gespräch darauf, dass es für HP strategisch wichtig gewesen sei, das Leck im Verwaltungsrat zu stopfen. Er habe eingewilligt, "einige wichtige Informationen vor dem Informaten baumeln zu lassen". Die Kontrollprozesse bei HP seien in zwei Arten zusammengebrochen. Man hatte nicht die richtigen "checks and balances" (ein typisch amerikanischer Begriff, der eine Mischung von Gleichgewicht der Kräfte und Kontrollmechanismen umschreibt) und die Prozesse wurden nicht richtig umgesetzt. Doch das Versagen der Kontrollprozesse sei nicht typisch für HP als Firma. Man müsse nun raus gehen und die Sache in Ordnung bringen "We need to go an fix it."
Hurd bedauert die illegale und unmoralische Schnüffelaktion offenbar, denkt aber nicht einmal daran, zurückzutreten. Er wird gemäss 'Fortune' unterdessen von Gratulanten "belagert", unter anderem auch Personen, die auf einen der frei werdenden Verwaltungsratssitze schielen. (hc)

Loading

Mehr zum Thema

image

USA lockert Sanktionen für IT-Firmen im Iran

Weil die iranische Regierung den Zugang zum Internet eingeschränkt hat, versuchen sowohl Behörden als auch Private den Informationsfluss aufrecht zu halten.

publiziert am 26.9.2022
image

Deutsche Telekom wird T-Systems nicht los

Die Verhandlungen zum Verkauf der IT-Dienstleistungssparte sind laut einem Medienbericht gescheitert.

publiziert am 22.9.2022
image

RZ-Ausfälle kosten schnell mal mehr als 1 Million Dollar

Eine internationale Studie zeigt, dass die Betreiber auch im nachhaltigen Umgang mit Strom und Wasser noch Verbesserungs­potenzial aufweisen.

publiziert am 22.9.2022
image

Nach Angriff warnt Revolut vor Phishing-Kampagne

Bei einem Cyberangriff auf das Fintech-Unternehmen sollen sich Hacker Zugang zu zehntausenden Kundendaten verschafft haben. Revolut bestätigt den Abfluss von Daten.

publiziert am 22.9.2022