HP Schweiz in der Defensive: "Fight back"

4. Februar 2005, 16:50
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Der Schweizer Thron von Hewlett-Packard wackelt. Die HP-Mannen wollen zurückschlagen.

Der Schweizer Thron von Hewlett-Packard wackelt. Die HP-Mannen wollen zurückschlagen.
Die Zahlen zum Schweizer PC-Markt 2004, die Marktforscher Robert Weiss gestern in Zürich präsentierte, sprechen eine deutliche Sprache. Hewlett-Packard, seit dem Kauf von Compaq die unangefochtene Nummer 1 im Schweizer PC-Markt, verliert Marktanteile an fast allen Fronten.
So im Geschäft mit Business-Desktop-PCs (von 35,1 auf 31,8 %), bei Business-Notebooks (von 23,3 auf 21,3 %) wie auch bei Notebooks für Heimanwender (von 17,5 auf 13,8 %). Selbst mit Druckern, wo Hewlett-Packard seit ehedem den Markt dominiert, sank der Marktanteil von 62 auf "nur" noch 55 Prozent. Einzig im schwierigen Geschäft mit Heim-PCs konnte HP gemäss "Weissbuch" den Marktanteil signifikant steigern.
Marketing-Budget verdoppelt
Bei Hewlett-Packard will man die stetige Erosion der Marktanteile offensichtlich nicht auf sich sitzen lassen. Mit einem ziemlich martialischen Bildli (siehe oben) wurde an einer extra einberufenen Pressekonferenz illustriert, dass man am PC-Geschäft festhalten wolle und ab sofort zurück schlage.
Freimütig bekannte der Schweizer PSG-Chef Andrej Golob aber auch Fehler ein. So hat HP gemäss IDC im vierten Quartal 2004 vor allem im Markt für Business-Notebooks massiv Marktanteile verloren. Der Grund: Man habe auf die neuen Notebook-Modelle gewartet und ein zuwenig aggressives Marketing betrieben.
Nun wird HP das Marketing-Budget im Business-Bereich glatt verdoppeln und die Einführung neuer Modelle beschleunigen. Ausserdem glaubt man bei Hewlett-Packard mit den neuen, IBM-ähnlicheren Notebook-Familien besser gerüstet zu sein.
Und damit nicht immer nur von Dell und Acer die Rede ist, gab HP auch gleich noch die grössten Projektgewinne des letzten Jahres in der Schweiz bekannt (Swisscom, Post, VBS, Credit Suisse und Allianz).
Nicht auf Kosten der Marge
In verlustreiche Preiskämpfe will sich der PC- und Drucker-Riese aber nicht einlassen. In der Schweiz erzielt Hewlett-Packard nach eigenen Angaben eine (erstaunliche) Gewinnmarge im PC- und Notebook-Geschäft von 3 %. Diese will man unbedingt verteidigen, so HP-Sprecher Beat Welte.
Wir kennen da den einen oder anderen Distributoren und Reseller, der sich an einer solchen Nettomarge im Geschäft mit HP durchaus auch freuen würde... (Christoph Hugenschmidt)

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