HP senkt Managerlöhne - auch in der Schweiz

20. Februar 2009, 14:46
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HP-Chef Mark Hurd verzichtet auf 20 Prozent seines Lohnes. Schweizer HP-Manager sollen freiwillig auf bis zu 10 Prozent ihres Lohns verzichten.

HP-Chef Mark Hurd verzichtet auf 20 Prozent seines Lohnes. Schweizer HP-Manager sollen freiwillig auf bis zu 10 Prozent ihres Lohns verzichten.
Hewlett-Packard reagiert mit einer weltweiten Lohnsenkungsrunde auf die schlechten Prognosen für das Geschäft im Jahr 2009. HP-Chef Mark Hurd geht mit dem guten Beispiel voran und verzichtet auf 20 Prozent seines Basislohns. Mitglieder des 'Executive Councils' bekommen 15 Prozent weniger Basislohn, andere Topkader sehen ihre Löhne um einen Zehntel reduziert.
Die Löhne des tieferen Managements sollen hingegen um fünf, diejenigen des Fussvolkes ("non-exempt") um 2,5 Prozent fallen.
Freiwilliger Lohnverzicht in der Schweiz
Hewlett-Packard Schweiz wollte zu allfälligen Lohnreduktionen in der Schweiz keine Stellung beziehen. Man hört allerdings aus Dübendorf, dass auch in der Schweiz die Lohnkosten gesenkt werden sollen, allerdings auf freiwilliger Basis und erst ab Mai.
Top-Kader in der Schweiz werden gebeten, auf einen Zehntel ihres Grundlohnes zu verzichten, das Kader der zweiten Linie wird um fünf Prozent Lohnreduktion "gebeten". Erst später - vielleicht im Herbst - , so sagen Insider, sollen auch weniger gut Verdienende auf maximal 2,5 Prozent ihres Lohnes verzichten.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Hewlett-Packard in Krisensituationen (Top-)Löhne kürzt, anstelle, wie bei bei US-Firmen üblich, flächendeckend Stellen abzubauen. Dem Vernehmen nach scheint der Anspruch der Firma an ihre Mitarbeitenden, freiwillig auf einen Teil des Lohns zu verzichten, bei HP Schweiz nicht auf taube Ohren zu stossen, zumal die Topverdiener stärker zur Kasse gebeten werden, als untere Chargen.
Anders könnte es bei der HP-Tochter EDS aussehen, wo bekanntlich zusätzlich über ein Drittel aller Stellen abgebaut, respektive "right-geshored" (in Tieflohnländer verlegt) werden sollen. (Christoph Hugenschmidt)

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