HP short sich selbst off.

21. Dezember 2004, 21:24
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HP zügelt Supply-Chain-Management von Grenoble nach Prag

Das neue EU-Mitglied Tschechien lockt Firmen mit tiefen Unternehmenssteuern an. Hewlett Packard liess sich locken und verlegt die Abteilung, die für die Lieferkette im PC-Geschäft zuständig ist, nach Prag. 75 Arbeitsplätze sollen im ersten Halbjahr 2005 in Prag neu entstehen, berichtet die britische Channel-Zeitschrift "IT Europa" in ihrer letzten Ausgabe.
Zwei der wichtigsten Lieferanten von HP, die beiden taiwanischen Assemblierer Foxconn und FIC, haben beide Fabriken in Tschechien. Foxconn beschäftigt beispielsweise gemäss "The Prague Tribune" immerhin 2'500 Personen in Tschechien.
Die tiefen Kosten, das gute Investitionsklima (sprich tiefe Steuern und Sozialleistungen) und die gut ausgebildeten Arbeitskräfte hätten zur Verlegung der HP-Supply-Chain-Abteilung nach Prag geführt, sagt Julien Massol, der beim Hersteller für die Lieferkette in Europa zuständig ist, zu "IT Europa".
Der britische Newsletter kommentiert höhnisch: HP esse sein eigenes Hundefutter (weil der Konzern seinen Kunden Offshoring empfiehlt) und fragt sich, wie lange die Kosten denn in Tschechien noch so tief blieben. Schliesslich profitiert Tschechien von EU-Subventionen aus genau jenen Ländern, aus denen die Arbeitsplätze abgezügelt werden. (Christoph Hugenschmidt)

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