HP stellt Windows-Tablet "Slate" vor

22. Oktober 2010, 08:41
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Schlankes Neun-Zoll-Gerät zielt auf Business-Kunden ab und soll vorerst nur in den USA auf den Markt kommen.

Schlankes Neun-Zoll-Gerät zielt auf Business-Kunden ab und soll vorerst nur in den USA auf den Markt kommen.
Nach langem hin und her bringt Hewlett Packard sein Anfang Jahr erstmals angekündigtes Windows-7-Tablet nun endlich auf den Markt. Doch positioniert der Konzern das Neun-Zoll-Gerät "Slate 500" nicht als iPad-Konkurrent, sondern viel mehr als schlankes Tablet für Business-Anwendungen. Hier verspricht Windows den Vorteil, existierende Applikationen nutzen zu können. Das Slate 500 startet in den USA zum Preis von 800 Dollar inklusive Zubehör wie Stylus und Dock. Für einen Europastart gibt es noch keine konkreten Pläne, heisst es seitens HP auf Nachfrage von pressetext.
Doch Windows, aber Business
HP hatte das Slate schon auf der CES angekündigt. Nach der Palm-Übernahme und dem Erwerb von WebOS schien dessen Zukunft aber unsicher. Nun kommt das Windows-7-Gerät doch, aber mit einem klaren Fokus auf Geschäftskunden. Es soll in Bereichen wie Handel, Gesundheitswesen oder Bildung ein intuitives, effizientes mobiles Arbeiten ermöglichen. Statt als iPad-Killer positioniert HP das Gerät somit in einem Marksegment, wo es eher mit Ciscos angekündigtem Android-Tablet "Cius" oder Research in Motions "PlayBook" konkurrieren wird.
Das Slate präsentiert sich mit 680 Gramm schlank und leichtgewichtig. Es setzt auf ein kapazitives Multitouch-Display für eine einfache Finger-Bedienung, wartet aber zusätzlich mit einem digitalen Stift auf. Damit soll es handschriftliche E-Mails und Notizen verarbeiten können. Eine frontseitige Kamera ermöglicht Videokonferenzen. Das mit einer Atom-CPU ausgestattete Tablet bietet neben einer integrierten SSD mit 64 Gigabyte Kapazität auch einen SD-Kartenslot. Was fehlt, ist eine 3G-Unterstützung, HP setzt rein auf WLAN für den Internetzugang.
Ein Nischenprodukt
Windows macht es Unternehmen leichter, auf dem Tablet gängige oder wichtige firmeninterne Anwendungen zu nutzen. Das ist ein Vorteil, den beispielsweise TechCrunch in einer ersten Reaktion lobt. Das Tech-Blog sieht das Slate daher als nettes Tablet für bestimmte Einsatzbereiche, obwohl es ihm kaum Chancen auf dem Massenmarkt gibt. Cnet dagegen bezweifelt, ob die Touch- und Stylusbedienung gut genug für Produktivanwendungen ist. Nicht ganz so kritisch ist das PC Magazine, das aber den Stylus als absolut notwendig für das präzise Arbeiten auf dem 8,9-Zoll-Display erachtet. Aber auch das Fachmagazin hält fest, dass das Slate 500 sicher kein iPad-Killer ist. (pte/bt)

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