HP trennt PC- und Imaging-Bereich schon wieder

14. Juni 2005, 15:33
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Ein Schritt vor, ein Schritt zurück - Ex-Palm-Chef wird PC-Chef.

Ein Schritt vor, ein Schritt zurück - Ex-Palm-Chef wird PC-Chef
HP trennt seine Personal Systems Group (Desktop-PCs, Handhelds, Monitors, Workstations und die dazugehörigen Services) organisatorisch wieder von der Imaging und Printing-Gruppe (Printer, Kameras, Scanner, Beamer usw.) Chef der PSG wird Todd Bradley, der im Januar von seinem Posten als CEO von PalmOne zurückgetreten war. Vyomesh ("Veejay") Joshi, der bisher beide Gruppen leitete, konzentriert sich wieder auf die Imaging and Printing Group (IPG). Die Bezeichnung "Imaging and Personal Systems Group" (IPSG), die man kurzfristig lernen musste, kann man also getrost wieder vergessen.
HPs Ruf im Channel, eine schwer durchschaubare Organisation zu haben und oft sprunghaft zu handeln, wird diese Aktion allerdings kaum verbessern. Der Beschluss, die beiden Bereiche zusammenzulegen, war erst Ende Januar, kurz vor dem Ende der Ära Fiorina. Und ob nun zum Beispiel der Plan, die Channelprogramme der beiden Bereiche zusammenzuführen, ebenfalls abgeblasen wird, weiss man momentan auch bei HP Schweiz noch nicht, wie uns HP-Sprecher Beat Welte erklärte.
Der tiefere Sinn dieser Fusion wurde sowohl von vielen Beobachtern als auch von Angestellten nie recht akzeptiert. Die damalige Begründung für die Zusammenlegung – sie würde "die Effizienz steigern und dabei helfen, schneller neue Produkte auf den Markt zu bringen" – schien eher schwammig. Das gleiche lässt sich allerdings auch zur aktuellen Begründung für die Trennung sagen: "Indem wir IPG und PSG als getrennte, hochfokussierte Organisationen verwalten, können wir unsere Konkurrenzfähigkeit weiter erhöhen und unsere Kostenstrukturen verbessern."
Viel zu trennen gibt es aber gar nicht. Die geplante Fusion von PSG und IPG schien in letzter Zeit auf Eis gelegt und wurde von vielen Länderorganisationen – unter anderem auch von HP Schweiz – gar nie umgesetzt. (Hans Jörg Maron)

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