HP und Lenovo zeigen den Arbeitsplatz der Zukunft

17. November 2020, 11:15
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Zuhause drucken, unterwegs präsentieren und im Büro "pläuscheln". Die Pandemie verändert den Arbeitsalltag und PC-Hersteller zeigen, was sie dafür bieten.

Die Zukunft ist aktuell schwer planbar, aber Homeoffice wird bleiben, ob ein Tag pro Woche oder mehr. Shared Desks werden auch weiterhin den modernen Arbeitsplatz in der Büroumgebung prägen. Dies ist eine der grundsätzlichen Annahmen beim virtuellen Redaktionsbesuch von HP Schweiz-Vertretern. "Die Firmen denken sehr genau über ihre Arbeitsmodelle nach", so Stefan Nünlist, Country Category Manager Personal Systems.
Es zeige sich, dass Flexibilisierung und/oder Standardisierung den klassischen Arbeitsplatz im Büro mehr und mehr ersetzen dürften.
Keyboard und Maus würden vielfach persönliche Arbeitsinstrumente bleiben, aber Bildschirm, Docking Stations beziehungsweise Docking Monitore gehören laut der Firma bereits zum "New Normal". Die Standardisierung im Büro komme "mehr und mehr", so die Überzeugung der HP-Vertreter.
Für den Heimarbeiter sehe man bei HP die beiden Optionen. Zum einen der individuelle, selbstorganisierte Angestellte, zum andern einer, der vom Arbeitgeber eine laut dem Anbieter "professionelle Ausstattung" erhalte, ob gratis oder mit Rabatt für den Monitor und/oder eine Docking Station.
Wie sich die Anteile Büro-Homeoffice aufteilen, "ist schwer zu prognostizieren", so Nünlist. Das "New Normal" ist noch neu und vermutlich warteten viele Firmen ab, wie sich ihr Business entwickelt.
Und natürlich sollen sich aktuelle HP-Produkte – Elite-PCs und Desktops – sich am Heimarbeitsplatz etablieren. So das Probook 635 Aero, das sich preislich nicht im High-End-Bereich bewegt wie das HP Elite Dragonfly, aber dennoch weniger als ein Kilogramm wiege. Mit der Verwendung von recycelten Kunststoffen in Notebooks Monitoren und Druckern will man nebenbei davon überzeugen, bisherige Laptops zu mit ökologischer produzierten zu ersetzen. Im neuen Firmenalltag wohl relevanter sind Security-Aspekte der Hardware für die Mitarbeitenden.
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ProBook 635 Aero von HP. Foto: HP
Gerade hier will HP mit hardwaregestützten Sicherheitsfunktionen punkten, sei es auf BIOS-Ebene, bei einem per Knopfdruck aktivierbaren elektronischen Sichtschutz, der die "Beraterfolie" überflüssig machen soll.

Neue MSP-Angebote von HP fürs Homeoffice

Ein ganz anderer Aspekt ist das Drucken im Homeoffice. "Homeprinting erlebt nun eine Renaissance", erklärt Michael Schmocker, Category Manager Printing bei HP, der zu Corona-Beginn mit einem eigentlichen Einbruch bei Managed Printing Services (MPS) konfrontiert war.
"Wir haben neue MPS Angebote erarbeitet", so Schmocker, "welche auch die Homeoffice-Drucker miteinschliessen." Und HP biete neu Lösungen, die via Cloud die Security sicherstellen sollen, die im Büro eine Authentisierung biete. Ganz abgesehen davon musste man neue Aspekte des Druckens abfangen. Wie soll man einen 4-Farben-Druck eines Ferienfotos auf dem Arbeitgeber-Drucker daheim verrechnen?
Zudem hat HP die Connectivity zu WLAN im Homeoffice verbessert auf den aktuellen Druckermodellen verbessert.
Speziell für KMU und Homeoffice hat HP mit der Laser M4xx Enterprise Serie kompakte Allrounder vorgestellt. Die Geräte sind gegenüber den M400 Pro Geräten komplett über die das Flottenmanagement konfigurierbar und bieten zusätzliche Sicherheitsfunktionen, wie der Schweizer Produktverantwortliche erklärt. Die Modelle werden in der Schweiz ab Februar erhältlich sein.
Wie entwickeln sich die Preise für "Corona"-Produkte" nun? Explodieren sie, wenn Firmen fast schon gezwungen sind, in Büro- und Homeoffice-Infrastruktur zu investieren? "Wir haben die Preisempfehlungen nicht verändert", antworten die HP-Schweiz-Vertreter, beim MPS inklusive Homeoffice hängen die Kostenvergleiche "Prä-Corona" und heute von den Verträgen ab.
Abgesehen davon gehe der Trend auch in Kostenfrage hin zu flexiblen Angeboten, as-a-Service in einem Vertragsverhältnis ersetzen Investitionen bei PCs ebenso wie bei den bereits bekannten MPS-Lösungen. Firmen würden das Setup selbst wählen und das schlagende Argument sei Skalierbarkeit. Das gelte auch im MPS-Bereich. "Firmen wollen Flexibilität bei der Ausstattung der Arbeitsplätze. Entsprechend müssen Verträge so gestaltet sein, dass ein Skalieren jederzeit möglich ist – beispielweise bei Firmenübernahmen oder –verkäufen", erklärt Schmocker.

Lenovo setzt auf Flexibilität

Grundsätzlich ähnlich tönte es auch bei Lenovo. Im Rahmen einer Corona-konformen, kleinen Medienveranstaltung in Zürich präsentierte Lenovo Schweiz eine Reihe von Geräten, die sich insbesondere für die Arbeit im Homeoffice und insgesamt für das mobile Arbeiten eignen sollen.
Im Mittelpunkt der Präsentation von Christoph Wittlinger, Client Technologist Lenovo Switzerland, und Managing Director Arnold Marty stand das faltbare Gerät Thinkpad X1 Fold. Dieses kann nun auch in der Schweiz vorbestellt werden und soll in einigen Wochen verfügbar sein.  Es handle sich dabei um das erste Gerät einer neuen Device-Kategorie, in der noch weitere auf den Markt kommen sollen. Im Fold würden 5 Jahre Entwicklungsarbeit stecken, erklärt Wittlinger, und es handle sich um einen "Meilenstein der Computergeschichte".
Das Thinkpad X1 Fold verfügt über einen LG-OLED-Display, der 13,3 Zoll gross ist – und wie der Name es sagt, sich in der Hälfte zusammenfalten lässt. Es handle sich hierbei um ein Business-Gerät, betonte Wittlinger, die die Thinkpad-Standards erfülle. Nächstes Jahr erscheine das neue Microsoft-Betriebssystem Windows X, das die Funktionalitäten des aufklappbaren Displays optimiere und mehr Optionen zulasse, wie mit dem Gerät gearbeitet wird.
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Das Thinkpad X1 Fold von Lenovo.
Das knapp 1 Kilogramm schwere Gerät soll sich für den mobilen Einsatz eigenen, eine passende Tastatur passt in das zusammengeklappte Fold. Ein externer USB-C Hub bietet zusätzliche Anschlüsse. 
Ein weiteres Zubehör für das Homeoffice präsentiert Lenovo mit dem Thinksmart View. Das mit Display ausgestattete Gerät war bereits als Consumer-Variante mit dem Google Assistant verfügbar. Nun gibt es eine Ausgabe für Business-User mit Microsoft Teams, die sozusagen als Tischtelefon dient. Das Gerät verfügt über einen 8 Zoll grossen Touchscreen, eine Kamera sowie über Lautsprecher und Mikrofon für Videokonferenzen.
Ebenfalls für die Arbeit im Homeoffice positioniert Lenovo den externen Bildschirm Thinkvision M14t. Der Full-HD 14-Zoll-Display lässt sich mittels USB-C an ein Notebook oder Smartphone anschliessen.

Neue Arten des Zusammenarbeitens sind gefragt

Wie Schweiz-Chef Marty erklärte, hat sich bei Lenovo wie auch bei Partnern die Art zu arbeiten durch die Pandemie verändert. Es werden nicht ständig alle Mitarbeitenden im Homeoffice sein, aber Unternehmen müssten sich überlegen, wie man mit der Situation umgehen könnten, so Marty. Dazu gehöre die Ausrüstung im Homeoffice genauso wie die Gestaltung der Büro-Räume. Bei Lenovo Schweiz gebe es nun keine festen Arbeitsplätze mehr und eine Clean Desk Policy. Gleichzeitig solle im Büro mehr Platz für Begegnung und den informellen Austausch entstehen.
Auch den Partnern des Herstellers sei der Umstieg ins Homeoffice relativ leichtgefallen, anders habe es zum Teil bei den Kunden ausgeschaut, fügte der Lenovo-Schweiz-Chef an. Man versuche natürlich, die Leute mitzunehmen, sagte Marty.
Man versuche es, den Kunden möglichst leicht zu machen, fügte Wettlinger an. Es sei beispielswiese möglich, Security-Updates in der Nacht durchzuführen, auch wenn die Geräte remote in den Homeoffices stehen und ausgeschaltet seien. Eine praktische Funktion, die aber nichts nütze, wenn die Kunden sie nicht kennen. "Hier setzen wir stark auf Trainings", so der Manager. 

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