HP und Microsoft gemeinsam gegen Oracle

19. Januar 2011, 15:22
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Im Business für Datenbanksysteme bekommt Marktführer Oracle jetzt mit dem Start von ersten Angeboten einer Allianz von Microsoft und HP Konkurrenz.

Im Business für Datenbanksysteme bekommt Marktführer Oracle jetzt mit dem Start von ersten Angeboten einer Allianz von Microsoft und HP Konkurrenz.
Es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass Microsoft und HP vereinbart haben, innerhalb von drei Jahren 250 Millionen Dollar in eine Partnerschaft zu stecken, um KMUs wie Grossunternehmen mit integrierten Komplettangeboten für alle Komponenten von der Infrastruktur- bis zur Anwendungsebene zu versorgen.
Jetzt sind die ersten vorkonfigurierten Lösungen für Datenanalyse, Messaging und Data Warehousing bekannt gegeben worden. Nachdem Oracle in diesem Umfeld immer stärker auf die Produkte der zugekauften Sun zurückgreift, kontert HP nun gemeinsam mit Microsoft und liefert eigene Lösungen.
Die Hard- und Software der beiden Angreifer wird zunächst in den bisher bekannten folgenden Paketen angeboten. Verfügbar sind HP Business Decision Appliance und die HP Enterprise Data Warehouse Appliance, die bereits gemeinsam vermarktet werden. Neu sollen ab März HP E5000 Messaging System for Microsoft Exchange Server 2010 hinzukommen und in der zweiten Jahreshälfte auch die HP Database Consolidation Appliance.
Mit der Decision Appliance soll in nur einer Stunde die Konfiguration und der Betrieb einer BI-Lösung (Business Intelligence) aufzugleisen sein. HP-Rechner sind dazu mit dem SQL Server 2008 und mit Sharepoint 2010 im Einsatz. Die Datenanalysen sollen via Add-in PowerPivot in Excel laufen, was auch den Datendurchsatz grosser Tabellen sicherstellen könne.
Mit dem Datawarehouse sollen dann speziell auch KMU in die Lage versetzt werden, auf der Basis von Speicherfunktionalitäten in Grossunternehmen zu arbeiten. Versprochen werden neben der einfachen Zusammenarbeit mit der BI-Lösung hohe Skalierbarkeit und kürzere Reaktionszeiten. Hiermit dürfte das Konsortium direkt die Kundschaft adressieren, die von Oracle mit der Exadata-Appliances angesprochen wird.
Das angekündigte Messaging-System richtet sich ebenfalls an Unternehmen jeder Grösse und wird vorkonfiguriert geliefert. Also soll man auch damit in wenigen Stunden live sein können. Der Speicherplatz für E-Mail-Postfächer sei "gross" und zu niedrigen Preisen zu haben. Ein zentrales Mail-Archiv ist vorhanden und die Lösung soll unabhängig sein von bestimmten Endgeräten.
Auch die Consolidation Appliance wird als einfach zu bedienen angepriesen und als Brückenschlag ins Cloud-basierte Computing. Eine grosse Menge von Datenbanken sollen sich damit in einer virtuellen Umgebung konsolidieren lasen. Auch hierfür gibt es ein vorinstalliertes Paket, das speziell zugeschnitten ist für SQL-Server 2008 und Hyper-V Cloud von Microsoft.
Die ersten Preise sind ebenfalls schon bekannt: HP Business Decision Appliance liegt bei "unter" 32'000 Franken, wobei aber die Software von Microsoft sowohl für den SQL Server als auch für SharePoint extra zu lizenzieren ist. Die HP Enterprise Data Warehouse Appliance schlägt mit 1,95 Millionen Franken zu Buche und auch hier muss die Software extra bezahlt werden. Das HP E5000 Messaging System for Microsoft Exchange Server 2010 soll es ab 35'000 Franken ohne die Lizenzen geben. Der Preis für die kommende HP Database Consolidation Appliance ist noch offen. Für die ersten beiden genannten Angebote ist der Support rund um die Uhr für drei Jahre inklusive. (vri)

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