HP virtualisiert Datenmigration zwischen RZs

15. August 2012, 13:11
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Neue Virtualisierungssoftware von HP, darunter auch eine virtuelle Storage-Appliance.

Neue Virtualisierungssoftware von HP, darunter auch eine virtuelle Storage-Appliance.
HP hat drei neue Virtualisierungs-Softwareprodukte für Rechenzentren angekündigt, die in Kürze erscheinen sollen, "HP Ethernet Virtual Interconnect", "HP Multitenant Device Context" sowie die Virtual Storage Appliance "HP StoreVirtual". Ethernet Virtual Interconnect (EVI) und Multitenant Device Context (MDC) werden ab diesem Herbst als Software-Upgrades für FlexFabric-Switches von HP ausgeliefert werden. StoreVirtual soll ab September weltweit erhältlich sein und kostet in den USA ab 700 Dollar pro Lizenz (beim Kauf mehrerer Lizenzen).
Die beiden Upgrades für FlexFabric-Switches sollen es Kunden ermöglichen, einfacher echte Multitenant-Infrastrukturen in Rechenzentren zu betreiben und Rechenzentren einfacher zu verbinden. EVI erlaubt es laut HP, in "wenigen Minuten" bis zu acht RZs zu verbinden, um danach virtuelle Maschinen (VMs) oder Daten automatisch zwischen verschiedenen geografischen Standorten zu migrieren, zum Beispiel für die Verteilung von Arbeitslasten oder im Fall von Problemen in einem RZ (Disaster Recovery). In traditionellen Rechenzentren, so HP, benötige man mehrere hundert manuelle (und damit auch fehleranfällige) Arbeitschritte, um dies beispielsweise für eine Microsoft Exchange-VM, einzurichten.
MDC ermöglicht es laut HP flexibler und unter Einsatz von deutlich weniger Netzwerkgeräten als bisher die Daten verschiedener Abteilungen und Applikationen in einem Unternehmen, beispielsweise Finanzen, HR und Entwicklung, voneinander abzuschotten. Damit soll die Sicherheit in gemeinsam benützten Cloud-Anwendungen und Ressourcen erhöht werden.
Herstellerunabhängige VSA
Manche Unternehmen setzen in letzter Zeit vermehrt auf Virtuelle Storage-Appliances (VSAs) sowie auf virtuellen Maschinen basierende Datenservices als Alternative zu klassischer Storage-Hardware. Mit VSAs hofft man schneller und billiger zusätzliche Speicherressourcen für neue Applikationen schaffen und mit schnellem Datenwachstum umgehen zu können. Die bisher erhältliche VSA-Software sei aber meist proprietär, erklärt HP, und unterstütze jeweils nur die Hardware oder die Hypervisoren eines Herstellers, so dass man damit von einem einzelnen Hersteller abhängig werde.
Die StoreVirtual-VSA sei nun, so HP, die erste Hypervisor- und Hardware-unabhängige softwarebasierte VSA, die auf dem Markt erhältlich wird. StoreVirtual fasst vorhandene Speicherressourcen zu virtuellen Storage-Pools zusammen. Die Software soll auf jedem x86-Servern betrieben werden, einen beliebigen Mix von vSphere und Hyper-V-Hypervisoren unterstützen und mit einer Reihe von Netzwerk-Storage-Systemen verschiedener Hersteller arbeiten können. (Hans Jörg Maron)

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