HP will im Servergeschäft aggressiver werden

23. Mai 2013, 14:52
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Whitman: "Wir müssen viel härter kämpfen."

Whitman: "Wir müssen viel härter kämpfen."
Hewlett-Packard hat anlässlich der Veröffentlichung seiner neusten Quartalszahlen bekannt gegeben, dass der Absatz seiner x86-Standardserver im letzten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent gesunken ist. Laut Beobachtern lag dies vor allem am Konkurrenten Dell, der HP durch tiefe Preise Marktanteile abgenommen habe. HP sei bei einigen Deals ausgeschieden, weil man nicht mit den Offerten Dells mithalten wollte.
Gemäss Aussagen der HP-Chefin Meg Whitman gegenüber Analysten dürfte sich dies in Zukunft zumindest punktuell ändern: "Wir müssen viel härter kämpfen." Laut Whitman sollen sowohl die eigenen Salesteams als auch Channelpartner mehr Freiheiten erhalten, vor allem beim Pricing. Zudem wolle man das untere Ende des Produktspektrums unter die Lupe nehmen und nach Möglichkeiten suchen, Kundebedürfnisse und Preise besser aufeinander abzustimmen.
Allerdings geht es Whitman dabei vor allem um Deals, die eine längerfristige Auswirkung haben. "Wir müssen entscheiden, welche Deals wir gewinnen müssen." Man werde den Fokus auf Projekte legen, aus denen sich eine längerfristige Kundenbeziehung entwickeln könnte und nicht auf rein "transaktionale" Geschäfte, wo ein Kunde lediglich am tiefsten Preis interessiert sei. Dies sei die Balance, die man finden wolle.
Den Konkurrenten Dell kritisierte Whitman gleichzeitig dafür, dass er im letzen Quartal seine Gewinne "pulverisiert" habe. Dies sei vielleicht eine Option für ein Unternehmen, das sich von der Börse verabschieden wolle, aber nicht für HP. (hjm)

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