HP: "Wir wollen im Channel nicht noch mehr Konkurrenz schaffen"

14. Februar 2012, 09:11
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HP-Manager Klaus Rumsauer rechnet langfristig mit einer Konsolidierung bei der Anzahl Partner in gesättigten Märkten - und ist überzeugt, dass Hardware-Händler auch im Zeitalter von Cloud Computing noch eine Daseinsberechtigung haben.

HP-Manager Klaus Rumsauer rechnet langfristig mit einer Konsolidierung bei der Anzahl Partner in gesättigten Märkten - und ist überzeugt, dass Hardware-Händler auch im Zeitalter von Cloud Computing noch eine Daseinsberechtigung haben.
Das traditionelle PC-Geschäft ist im Keller. Der Trend zu Cloud Computing sorgt für einen Einbruch der Server-Verkäufe an die Endkunden. Und schliesslich sind die konjunkturellen Aussichten derzeit alles andere als rosig. Der Druck auf HP-Händler wie die MTF-Gruppe oder auf Distributoren wie Also-Actebis nimmt deshalb zu. "Es ist unsere erklärte Strategie, den Channel nicht noch mehr auszuweiten, um nicht noch mehr Konkurrenz unter den Partnern zu schaffen", sagt Klaus Rumsauer (Foto), bei Hewlett-Packard Director ESSN Channel und SMB für die Region EMEA, im Gespräch mit inside-channels.ch anlässlich der Global Partner Conference in Las Vegas. Insbesondere soll die Anzahl der Distributoren nicht ausgeweitet werden. "Wir prüfen permanent, ob wir in gewissen Regionen zu viele Partner haben", so Rumsauer.
Box-Mover sollen Geschäftsmodell anpassen
Die Verantwortung für den wirtschaftlichen Erfolg sieht der HP-Mann allerdings nicht nur beim Hersteller, sondern vor allem auch bei den Partnern: "Wenn ein klassischer Box-Mover nicht bereit ist, sein Geschäftsmodell zu ändern, dann muss er die Konsequenzen tragen. Langfristig denke ich, dass sich in gesättigten Märkten eine weitere Konsolidierung im Channel ergeben wird". Diese Konsolidierung werde sich allerdings im üblichen Rahmen der letzten Jahre bewegen - und nicht etwa aufgrund des Booms von Cloud Computing zusätzlich verstärken. "Den klassischen IT-Händler, der Hardware und kleinere Lösungen verkauft, wird es auch weiterhin geben", ist Rumsauer überzeugt.
HP setzt derweil darauf, den Hardware-Händlern und den Distributoren in diesen schwierigen Zeiten so gut wie möglich beizustehen. Ein spezielles Augenmerk gelte dabei der Ankurbelung der Nachfrage sowie einer "tieferen Unterstützung" der Partner mit mehr Personal, mehr finanziellen Mitteln sowie einer besseren Ausbildung gerade in Bereichen mit höherer Wertschöpfung wie Services. "Die Frage ist, wie schnell sich ein IT-Händler die in der neuen Welt gefragten Technologie- und Service-Fähigkeiten aneignen kann", so Rumsauer. HP wolle den Partnern so gut wie möglich dabei helfen, damit diese sich neue Geschäftsmöglichkeiten wie etwa den Wiederverkauf von Cloud Services rasch erschliessen können. (Boris Schneider, Las Vegas)
Foto: Boris Schneider
(Interessenbindung: HP ist ein grosser Werbekunde unseres Verlags.)

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