HP wirft Xerox "eigennützige Taktik" vor

24. Januar 2020, 12:45
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Xerox will die Entscheidungsträger bei HP austauschen. HP kritisiert in einem Statement den aktivistischen Aktionär Carl Icahn.

Xerox hat angekündigt, bei der nächsten Generalversammlung die HP-Verwaltungsratsmitglieder austauschen zu wollen und hat eine Liste mit elf nominierten publiziert. HP hatte sich zuvor mehrfach gegen die Übernahme durch Xerox ausgesprochen während Xerox verlauten liess, eine feindliche Übernahme anzuvisieren.
"Wir glauben, dass es für HP-Aktionäre besser sein wird, eine neue Gruppe unabhängiger Verwaltungsräte zu haben, die die Herausforderungen des Betriebs eines globalen Konzerns besser verstehen und die den Mehrwert erkennen, der durch die Synergien mit Xerox geschaffen werden kann", sagte Xerox-CEO John Visentin.
In einem Statement nennt HP den Xerox-Plan, die Entscheidungsträger bei HP auszutauschen, eine "eigennützige Taktik" und wiederholt, dass das Angebot von rund 32 Milliarden Dollar den weltweit grössten PC- und Printer-Hersteller "deutlich" unterbewerte.
Erstmals auch übt HP direkte Kritik am aktivistischen Aktionär Carl Icahn. Dieser ist gemäss 'Forbes' mit rund 11% einer der grösste Xerox-Teilhaber, hält aber auch 5% an HP. "Wir glauben, dass die Xerox-Pläne von Carl Icahn vorangetrieben werden", schreibt HP. Seine grosse Beteiligung bei Xerox bedeute, dass "seine Interessen nicht mit denen der HP-Aktionäre übereinstimmen". Er würde von der Akquisition zu einem Preis, der HP unterbewertet, unverhältnismässig profitieren, schliesst der Übernahmekandidat.
Im Statement betont HP, weiterhin alle Massnahmen zu ergreifen, um die Interessen seiner Aktionäre zu schützen.

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