HPE Deutschland lagert 1200 Stellen aus

15. Juli 2016 um 13:03
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Die deutsche Niederlassung von Hewlett Packard Enterprise will insgesamt 1230 Mitarbeitende an die beiden Partnerunternehmen Datagroup und Proservia übergeben.

Die deutsche Niederlassung von Hewlett Packard Enterprise will insgesamt 1230 Mitarbeitende an die beiden Partnerunternehmen Datagroup und Proservia übergeben. Rund 900 Mitarbeitende der Bereiche Infrastructure Technology Outsourcing und Mobility Workplace Services sollen ab dem 1. August 2016 zur Manpower-Tochter Proservia wechseln. Datagroup soll 330 Mitarbeitende aus dem Bereich SAP- und Application-Management-Services übernehmen. Entsprechende Veträge wurden unterzeichnet, wie die beiden Unternehmen gerstern mitgeteilt haben. Ganz endgültig scheinen die Deals aber noch nicht. Zumindest die Datagroup erklärt in ihrer Mitteilung, dass der Vertrag die Bedingung enthält, dass mindestens 70 der betroffenen IT-Spezialisten dem Wechsel von HPE zur Daragroup zustimmen.
Die Auslagerung betrifft etwa einen Siebtel der HPE-Angestellten in Deutschland, danach bleiben laut 'ChannelObserver' noch knapp 6000 Mitarbeitende übrig.
Eine Stellenverlagerung dieser Art wurde von HPE bereits im letzten Herbst angekündigt. Ziel sei es, die Lieferkette flexibler zu machen. Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte die Pläne.
Die konkreten Verhandlungen mit Proservia und Datagroup begannen im März und gestalteten sich laut 'ChannelObserver' schwierig. In ihren Mitteilungen betonen sowohl Proservia als auch Datagroup, dass es ihnen bei der Übernahme der HPE-Leute um die Stärkung von wichtigen, strategischen Geschäftsfeldern gehe, in denen sie auch in Zukunft wachsen wollen. Dies soll wohl Befürchtungen der betroffenen HPE-Leute besänftigen, dass die Auslagerung nur eine Vorstufe zu einem schleichenden Abbau ihrer Stellen in den kommenden Jahren ist.
Die beiden Partner werden gewisse Services für HPE-Kunden übernehmen, die bisher von HPE selbst geleistet wurden. HPE hat beiden Unternehmen für die nächsten fünf Jahre ein garantiertes Umsatzvolumen zugesichert. Proservia spricht von einem erwarteten Umsatz "im mittleren dreistelligen Millionenbereich", Datagroup von einem Umsatzvolumen "im dreistelligen Millionenbereich". Die Datagroup gab dazu auch noch einige weitere Details bekannt: So werde das von HPE garantierte Abnahmevolumen pro Jahr um zehn bis 3,5 Prozent abnehmen, zuerst schneller, dann langsamer. Die dadurch frei werdenden Mitarbeitenden wolle man aber langfristig für das "nachhaltige organische Wachstum" im Kerngeschäft einsetzen. (hjm)

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