HPE kauft Cray

17. Mai 2019, 14:30
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Der Bedarf nach HPC werde markant steigen, glaubt HPE, und nimmt für die Übernahme des Supercomputer-Pioniers viel Geld in die Hand.

Der Bedarf nach HPC werde markant steigen, glaubt HPE, und nimmt für die Übernahme des Supercomputer-Pioniers viel Geld in die Hand.
1,3 Milliarden US-Dollar gibt HPE aus, um den Supercomputer-Pionier Cray zu kaufen. Gestern hatten bereits 'Bloomberg' und 'Reuters' über eine mögliche Übernahme berichtet, heute nun bestätigte HPE in einer Mitteilung den geplanten Kauf.
Cray-Investoren erhalten 35 US-Dollar pro Aktie, was einer Prämie von rund 17 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag entspricht. Es handle sich um die grösste Übernahme seit dem Split von HPE mit der Schwesterfirma im Jahr 2015, so Daten von 'Bloomberg'. Laut Mitteilung soll die Übernahme im ersten Quartal 2020 abgeschlossen sein.
"Antworten auf einige der drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen sind in riesigen Datenmengen vergraben", sagt HPE-CEO Antonio Neri. Durch die stets steigenden Datenmengen durch Big Data Analytics, Künstliche Intelligenz und Machine Learning würde die Nachfrage nach High Performance Computing (HPC) deutlich wachsen. "Nur durch die Verarbeitung und Analyse dieser Daten können wir Antworten auf kritische Herausforderungen in den Bereichen Medizin, Klimawandel, Raumfahrt und mehr finden."
Es wird erwartet, dass der HPC-Markt sowie damit verbundene Storage- und weitere Dienstleistungen von einem Volumen von 28 Milliarden Dollar im Jahr 2018 auf rund 35 Milliarden Dollar im Jahr 2021 anwachsen wird. "Dies ist eine grossartige Gelegenheit, die Spitzentechnologie von Cray und das breite und umfassende Produktportfolio von HPE zusammenzubringen und Kunden aller Grössen mit integrierten Lösungen und einzigartiger Supercomputing-Technologie zu versorgen, um das gesamte Spektrum ihrer datenintensiven Bedürfnisse abzudecken", so Neri.
Cray wurde in den 1970er-Jahren von Seymour Cray – bekannt als "Vater des Supercomputings" – gegründet. Das Unternehmen, bislang in den roten Zahlen, erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 456 Millionen US-Dollar, was einem Wachstum von 16 Prozent entspricht. (kjo)

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