HPs grosse Storage-Offensive

18. Mai 2005, 10:01
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Neue EVAs, neues NAS, neues dies und neues das: HP hat Storage-Neuigkeiten gleich im Dutzendpack vorgestellt.

Neue EVAs, neues NAS, neues dies und neues das: HP hat Storage-Neuigkeiten gleich im Dutzendpack vorgestellt.
An seiner "HP Americas StorageWorks"-Konferenz hat HP mehr als ein Dutzend neue oder zumindest erneuerte Produkte im Storage-Bereich vorgestellt – gemäss HP war dies die bisher umfangreichste Lancierung von neuen Storage-Produkten in der Geschichte HPs.
Unter den vorgestellten Produkten finden sich neue Midrange-Disksysteme, ein NAS-Gateway, ein WAN-Beschleuniger, neue Tapelibraries, neue Software und vieles mehr. Wir wollen an dieser Stelle nur die wichtigsten herausgreifen.
Mit den Modellen EVA 4000, 6000 und 8000 erweitert HP seine "Enterprise Virtual Array"-Familie von Mid-Range Diskpeichersystemen. Die neuen Modelle bieten verglichen mit den früheren EVAs eine höhere maximale Speicherkapazität und gemäss HP wurde auch ihre Performance verbessert. Der EVA 4000 (bis 56 Disks) hat eine maximalen Speicherkapazität von 16,8 Terabyte. Beim EVA 6000 (112 Disks) sind es 33,6 TB, beim EVA 8000 (240 Disks) bis zu 72 TB. Allerdings weist keines der Modelle gegenwärtig 4 Gbit/s-Fibre-Channel-Anschlüsse auf, die zum Beispiel IBM in einigen ihrer neuesten Disksysteme schon anbieten.
Beim StorageWorks 6000 Virtual Library System (VLS) handelt es sich um ein Disksystem, das eine (oder mehrere) Tape-Libraries simuliert. Backups können darauf zwischengespeichert werden, bevor sie auf richtige Tapes überspielt werden. Dies soll Kapazitätsengpässe beim Backup verhindern und das Management von Speichernetzwerken vereinfachen.
Mit dem StorageWorks Enterprise File Services (EFS) Clustered Gateway nimmt HP den Markt für NAS-Speicherlösungen im Enterprise-Segment aufs Korn. Das neue NAS-Gateway kann Speicher in einem SAN verwalten und in NAS "umwandeln". Dies soll es Unternehmen zum Beispiel ermöglichen, ihre bestehenden NAS-Speichersysteme zu konsolidieren. Bis zu 16 der auf einem HP ProLiant DL380-Server beruhenden Geräte (Die Software stammt von PolyServe) können zu einem Cluster zusammengeschaltet werden, der dann theoretisch bis zu 512 Linux-Filesysteme oder ungefähr 8,2 Petabyte Speicher verwalten könnte.
Der StorageWorks Enterprise File Services (EFS) WAN Accelerator soll es Unternehmen mit verteilten Standorten ermöglichen, ihre File- und Applikationsserver in einem zentralen Rechenzentrum zu konzentrieren, indem der Zugriff auf diese Server von anderen Standortes aus über ein WAN (Wide Area Network) stark beschleunigt wird. Der Beschleuniger verkleinert unter anderem die Latenzzeiten und kann gemäss HP den für einen Zugriff notwendigen Datenverkehr um bis zu 95 Prozent reduzieren, was insgesamt eine Beschleunigung um das bis zu 100-fache ermöglichen soll.
Zu den weiteren Neuigkeiten gehören zwei neue Tape-Library-Modelle (Enterprise Modular Library) und die StorageWorks Fast Recovery Solution (FRS) 2003, die eine schnelle Wiederherstellung von Daten aus Microsoft Exchange-Server 2003-basierten Datenbanken ermöglichen soll.
Interessant ist auch, dass HP mit dem "StorageWorks Information Lifecycle Management Services Framework" eine Reihe von standardisierten – und gemäss HP herstellerneutralen – Consulting-, Support- und Management-Services im Bereich ILM anbieten will. (Hans Jörg Maron)

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