HSG löst Cisco-Telefonie ab

13. Dezember 2021, 13:23
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Die Cisco-basierte Telefonie der Universität St.Gallen (HSG) wird durch Microsoft Teams ersetzt. Dank der Umstellung sollen Lizenzsynergien genutzt werden können.

Die Universität St.Gallen (HSG) will ihr Telefonie-System ablösen. Wie aus einer Ausschreibung hervorgeht, ist derzeit eine Cisco-basierte Anlage im Einsatz. Diese soll mit Microsoft Teams ersetzt werden.
Künftig sollen Telefongespräche über das öffentliche Telefonnetz (PSTN) mit Microsoft Teams geführt werden. Eine Ablösung des aktuellen Providers Swisscom wird gemäss der Ausschreibung explizit ausgeschlossen.
Aktuell sind an der HSG rund 2500 Telefonnummern konfiguriert. Eine Vorstudie sowie ein Proof-of-Concept mit rund 50 Mitarbeitenden hätten ergeben, dass sich die meisten erforderlichen Funktionen und Leistungsmerkmale mit MS Teams realisieren lassen, heisst es in der Ausschreibung.
Konkret gesucht werden nun Anbieter für die Konzeption und Migration der Telefonie-Lösung sowie für die Beschaffung und Installation der erforderlichen Backend-Systeme und Headsets. Ebenfalls zum Projekt gehören Umsysteme und Zusatzfunktionen wie eine Callcenter-Lösung für den IT-Helpdesk und die Verwaltung von CTI-Ports. Gefordert werden daneben Hardphones für Spezialbereiche sowie Call-Auswertung, auch die Nutzung analoger Geräte wie Faxe oder Notruf-Telefone soll weiterhin möglich sein. 
Ziel ist, das Projekt im Frühjahr 2023 abzuschliessen. Aufgrund des laufenden Verfahrens wollte sich die HSG nicht zu den erwarteten Kosten des Projekts äussern. Da man aber bestehende Microsoft-Lizenzen nutzen könne, würden so entsprechend Kosten eingespart. Die für die Telefonie benötigten Microsoft-Lizenzen seien grundsätzlich vorhanden, heisst es in der Ausschreibung. "Die Cisco Lizenz- und Wartungskosten wären ansonsten noch on top zu sehen", so HSG-CIO Harald Rotter gegenüber inside-it.ch. Mit dem Wechsel von Cisco zu Microsoft werde zudem die Komplexität reduziert und der Betrieb vereinfacht, ergänzt er.
Werde eine Cloud-Lösung für die Zusatzfunktionen oder Umsysteme offeriert, sollte der Betrieb idealerweise in der Schweiz erfolgen, heisst es in der Ausschreibung weiter. Ein EU-Rechenzentrum kommt demnach aber auch noch in Frage, während der Betrieb in einem RZ ausserhalb der EU nicht zugelassen sei. 

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