Huawei erwartet drastischen Ein­bruch beim Smart­phone-Business

24. September 2021, 14:58
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Laut Canalys gehört der einstige Weltmarkt­führer nicht mal mehr zu den Top 5 der Smartphone-Hersteller Chinas.

Der chinesische Telekomausrüster und Hardware-Hersteller Huawei geht angesichts der US-Sanktionen von einem drastischen Umsatzschwund im Smartphone-Geschäft aus. Die Erlöse würden 2021 mindestens um 30 bis 40 Milliarden Dollar einbrechen.
Dies sagte Huaweis Chairman Eric Xu am Freitag zu Journalisten. Die neuen Wachstumsfelder wie die 5G-Technologie und Künstliche Intelligenz könnten dies noch nicht auffangen. Im vergangenen Jahr hatte Huawei mit Smartphones noch rund 50 Milliarden Dollar umgesetzt. Xu sagte, er hoffe, Huawei existiere auch noch in fünf bis zehn Jahren.
2019 war Huawei vom früheren US-Präsidenten Donald Trump auf eine schwarze Exportliste gesetzt worden. Sein Nachfolger Joe Biden scheint daran nichts ändern zu wollen. Die Lieferengpässe schlagen inzwischen auf die Produktion der hauseigenen Kirin-Chips durch.
Das Unternehmen sah sich gezwungen, seine Billig-Smartphone-Marke Honor zu verkaufen und gehört inzwischen laut den Marktbeobachtern von Canalys nicht mal mehr zu den fünf grössten Smartphone-Verkäufern Chinas. Die USA werfen Huawei vor, Einfallstor für Spionage durch den chinesischen Staat zu sein, was das Unternehmen zurückweist.
Derweil ist der Gesamtumsatz von Huawei im zweiten Quartal um gut 38% auf 22 Milliarden Euro zurückgegangen. Dies teilte das Unternehmen im August mit. Damit hat sich der Geschäftseinbruch des Konzerns beschleunigt: Im ersten Quartal war der Umsatz noch um 16,5% geschrumpft. "Unser Ziel ist es, zu überleben – und das nachhaltig", sagte Xu. 

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